Opferzahl nach Hochhaus-Brand in Hongkong steigt auf 128
Die Anzahl Opfer beim Hochhaus-Grossbrand in Hongkong steigt weiter an: Mindestens 128 Menschen sind ums Leben gekommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zahl der Todesopfer nach dem Hochhaus-Brand in Hongkong steigt auf 128.
- Knapp 80 weitere Personen, darunter Feuerwehrleute, wurden verletzt.
- Hongkong will von Bambusgerüsten so bald wie möglich auf Stahlgerüste umstellen.
Die Zahl der Todesopfer nach dem verheerenden Hochhaus-Grossbrand in Hongkong ist auf 128 gestiegen. Das haben die Behörden an einer Pressekonferenz bekannt gegeben.
108 davon seien bereits aus den betroffenen Hochhäusern geborgen worden, sagte Sicherheitssekretär Chris Tang. 4 Menschen waren im Krankenhaus gestorben. Die übrigen 16 Leichen befänden sich noch in den Gebäuden, erklärte Tang.
89 Leichen konnten den Angaben zufolge noch nicht identifiziert werden.
Weitere Leichenfunde konnten die Behörden bisher nicht ausschliessen. Immer noch gelten 200 Menschen als vermisst, wobei darunter auch weiterhin nicht identifizierte Leichen sind, wie es weiter hiess.
Knapp 80 weitere Menschen seien verletzt, darunter auch einige Feuerwehrleute, berichteten Hongkonger Medien unter Berufung auf die Feuerwehr.
Verheerendster Brand seit Jahrzehnten
Vor Ort liefen die Löscharbeiten demnach am frühen Morgen (Ortszeit) weiter, da es in einzelnen Wohnung noch brannte.
Die Feuerwehr rechnete damit, die Such- und Rettungsaktion im Stadtteil Tai Po bis zum Vormittag (Ortszeit) beenden zu können. Bis dahin will sie sich Zutritt zu allen Wohnungen der sieben Häuserblöcke verschafft haben.

Das Feuer in der Wohnanlage Wang Fuk Court war am Mittwoch zunächst in einem Gebäude ausgebrochen und griff in der Folge auf andere Blöcke mit je mehr als 30 Stockwerken über. Die Brand-Katastrophe ist die verheerendste seit Jahrzehnten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion.
Drei Männer festgenommen
An den Wohnblöcken stand wegen einer laufender Renovierung der Anlage aus den 1980er Jahren ein Baugerüst aus Bambus. Zudem sollen nach Angaben der Behörden bei den Arbeiten Materialien verwendet worden sein, die möglicherweise nicht den Brandschutzvorschriften entsprachen.

Drei Männer einer Baufirma wurden mit Verdacht auf fahrlässige Tötung festgenommen. Hongkongs Regierung kündigte an, nach Kritik am Brandschutz von Bambusgerüsten so bald wie möglich auf Stahlgerüste umstellen zu wollen. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest.















