Öltanker im Schwarzen Meer: Ukraine trifft Schattenflotte

Juli Rutsch
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Russland,

Ukrainische Seedrohnen greifen erneut russische Öltanker an. Die Dashan erlitt schwere Schäden auf dem Weg nach Noworossijsk.

Öltanker
Mit Seedrohnen hat die Ukraine einen russischen Öltanker angegriffen. (Symbolbild) - dpa

Ukrainische Streitkräfte haben am Mittwoch einen weiteren Öltanker im Schwarzen Meer attackiert. Die Seedrohne «Sea Baby» traf die Dashan, wie «Ukrinform» berichtet.

Das unter der Flagge der Komoren fahrende Schiff war auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk. Der Tanker gehört zur sogenannten russischen Schattenflotte, wie «Business Insider» schreibt.

Öltanker brennt: Dritter Angriff innerhalb von zwei Wochen

Die Dashan erlitt nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU kritische Schäden. Der Öltanker fuhr mit ausgeschaltetem Transponder und voller Geschwindigkeit, berichtet «Ukrinform».

Es ist bereits der dritte Angriff auf Öltanker dieser Flotte innerhalb von zwei Wochen. Der geschätzte Wert des Schiffes liegt bei rund 30 Millionen US-Dollar.

Russische Schattenflotte umgeht Sanktionen

Die Schattenflotte besteht aus alten, oft schlecht gewarteten Tankern, berichtet das «ZDF». Diese Schiffe nutzt Russland, um westliche Sanktionen zu umgehen.

öltanker
Die Öltanker aus Russland sind alt und marode und stellen eine Gefahr für die Umwelt dar. (Smbolbild) - AFP

Die Preisobergrenze für russisches Öl liegt bei 60 US-Dollar pro Barrel. Die Schattenflotte transportiert jedoch Öl zu höheren Preisen, wie «Euronews» schreibt.

Streitpunkt Noworossijsk als zentraler Umschlagplatz

Noworossijsk ist Russlands grösster Ölexporthafen am Schwarzen Meer, berichtet das «ZDF». Die Umschlagkapazität beträgt mehr als 25 Millionen Tonnen pro Jahr.

Der Hafen spielt eine zentrale Rolle für Russlands Kriegsfinanzierung, wie Experten betonen. Schätzungen zufolge wurden seit Kriegsbeginn fossile Brennstoffe im Wert von 76 Milliarden Euro exportiert.

Sanktionen zeigen begrenzte Wirkung

Die EU hat mittlerweile mehr als 550 Schiffe auf Sanktionslisten gesetzt, berichtet die «Junge Welt». Dennoch wächst die Schattenflotte kontinuierlich weiter.

Laut «S&P Global Market Intelligence» umfasst sie rund 940 Schiffe, ein Anstieg von 45 Prozent. Experten warnen vor den Umweltrisiken dieser maroden Tanker.

Ukraine setzt Drohnenangriffe fort

Der Angriff erfolgte in Zusammenarbeit von SBU und ukrainischer Marine, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Die Operation zielte darauf ab, Russlands Öleinnahmen zu reduzieren.

Sollte die Ukraine weitere Öltanker aus Russland angreifen?

Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Angriffe eine gerechte Antwort seien. Die ukrainischen Streitkräfte nehmen zunehmend die russische Ölindustrie ins Visier.

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Kommentare

User #4238 (nicht angemeldet)

Sooodeli ... HIER wären unsere obersuper-grandiosen Grünen mal gefordert etwas zu machen. Motto " ... lieber geschätzter Herr Putin, wir möchten Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber wir die GRüNEN der CH finden aso, dass das schon gaar nicht, aso und überhaupt ..." ... sodeli Balthasarli Dummschnurri - was machsch!?

User #4732 (nicht angemeldet)

Umweltverschmutzung im großen Maße aber kein NGO-SUMPF oder die sonst so umweltbewussten Grünen sagen etwas dazu

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