Ohne Maske auf dem Motorrad: Erneut Geldstrafe für Bolsonaro

    DPA
    DPA

    Brasilien,

    Erneut missachtet der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro lokale Gesundheitsvorschriften: Bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo trug er keine Maske.

    Bolsonaro in der Karawane von Motorradfahrern auf ihrem Weg durch Sao Paulo. Erst vor drei Wochen hatte Bolsonaro ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole Rio de Janeiro teilgenommen und eine Rede vor seinen Anhängern gehalten. Foto: Marcelo Chello/AP/dpa
    Bolsonaro in der Karawane von Motorradfahrern auf ihrem Weg durch Sao Paulo. Erst vor drei Wochen hatte Bolsonaro ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole Rio de Janeiro teilgenommen und eine Rede vor seinen Anhängern gehalten. Foto: Marcelo Chello/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung ohne Maske erneut von der Landesregierung eines politischen Widersachers mit einer Geldbusse bestraft worden.

    Auch gegen Eduardo Bolsonaro, Abgeordneter und Sohn des Präsidenten, sowie Infrastrukturminister Tarcísio Gomes, seien Geldstrafen von jeweils 552,71 Reais, umgerechnet 90 Euro, verhängt worden, wie die Zeitung «Folha de S. Paulo» am Samstag berichtete.

    Demnach trugen die drei bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo keine Maske und verstiessen damit gegen die Gesundheitsvorschriften des Bundesstaates.

    Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, João Doria, ist einer der Konkurrenten von Präsident Jair Bolsonaro und möglicher Gegner bei den Wahlen 2022. Bei einer Rede im Ibirapuera-Park sprach sich Bolsonaro, der das Coronavirus von Anfang an verharmlost hat, wieder gegen den Gebrauch von Schutzmasken und Massnahmen der sozialen Isolierung aus.

    Erst vor drei Wochen hatte Bolsonaro ohne Mund-Nasen-Schutz an einer Motorradrundfahrt durch die Millionenmetropole Rio de Janeiro teilgenommen und eine Rede vor seinen Anhängern gehalten.

    Zwei Tage zuvor hatte die Regierung des Bundesstaats Maranhão eine Geldbusse gegen Bolsonaro verhängt, weil der Rechtspopulist in der Ortschaft Açailândia einen Massenauflauf seiner Anhänger provoziert und gegen geltendes Recht keine Maske getragen hatte. Der Gouverneur des Maranhão, Flávio Dino, gehört der Kommunistischen Partei Brasiliens an.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Brandopfer
    17 Interaktionen
    Crans-Montana
    «Darf man mit Essen spielen?»
    7 Interaktionen
    Die Kürbis-Frage

    MEHR IN NEWS

    andrea bauer
    Apropos
    a
    5 Interaktionen
    Pflicht

    MEHR AUS BRASILIEN

    17 Interaktionen
    Brasilia
    trump
    82 Interaktionen
    Nach Wahlniederlage
    9 Interaktionen
    Brasilia
    Brasilien
    5 Interaktionen
    Unter Vorbehalt