Nachdem das israelische Militär bei einem Angriff einen militanten Palästinenserführer getötet hat, wurden nun mehrere Raketen auf Israel abgefeuert.
Konflikt in Nahost
Rauch umgibt ein hohes Gebäude nach einem israelischen Luftangriff. Israelische Streitkräfte haben bei Luftangriffen auf den Gazastreifen den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) getötet. Uncredited/AP/dpa - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Israel ist es zu mehreren Raketenangriffen gekommen.
  • Das, als Reaktion auf die Tötung eines Dschihad-Chefs durch das israelische Militär.
  • Beim Angriff von Israel im Gazastreifen sind mindestens zehn Personen ums Leben gekommen.

Nach der gezielten Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen sind mehrere Raketen auf Israel abgefeuert worden. In mehreren Städten bis zum südlichen Rand der Küstenstadt Tel Aviv waren am Freitagabend Sirenen zu hören. Israelischen Medienberichten zufolge gingen die Raketen auf offenem Gelände nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen.

Israels Streitkräfte hatten zuvor den Militärchef der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und geplante Angriffe auf Zivilisten. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Mindesten zehn Person tot und 55 verletzt

Nach palästinensischen Angaben kamen bei der grossangelegten Militäraktion mit mehreren Luftangriffen mindestens zehn Menschen ums Leben. Darunter neben Al-Dschabari auch ein fünfjähriges Kind. Mindestens 55 Menschen seien verletzt worden. Militante Palästinenser kündigten Vergeltung an.

Konflikt in Nahost
Männer und zwei Feuerwehrleute stehen nach einem israelischen Luftangriff vor Trümmern. Bei Angriffen des israelischen Militärs auf den Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mehrere Menschen getötet worden. Mohammed Talatene/dpa - dpa

Israels Ministerpräsident Jair Lapid sagte am Freitagabend: «Israel ist nicht an einer breiten Operation im Gazastreifen interessiert, hat aber auch keine Angst vor ihr.»

2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Al-Dschabari, Dschihad-Militärchef Baha Abu al-Ata, gezielt getötet. Darauf folgten damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte und Gegenangriffe der israelischen Luftwaffe in dem Küstenstreifen. Nach einigen Tagen konnte mit Hilfe von Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden.

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