In Afghanistan ist die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erste Hilfslieferung mit medizinischen Gütern seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban eingetroffen. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in einer Aussendung mit.
Binnenvertriebene Frauen aus den nördlichen Provinzen, die aufgrund von Kämpfen zwischen den Taliban und afghanischen Sicherheitskräften aus ihrer Heimat geflohen sind, werden in einem öffentlichen Park medizinisch versorgt. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa
Binnenvertriebene Frauen aus den nördlichen Provinzen, die aufgrund von Kämpfen zwischen den Taliban und afghanischen Sicherheitskräften aus ihrer Heimat geflohen sind, werden in einem öffentlichen Park medizinisch versorgt. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Rahmat Gul

Das Wichtigste in Kürze

  • Demnach landete ein Flugzeug mit 12,5 Tonnen an Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern der WHO in der Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes.

Mit den Vorräten könne der grundlegende Gesundheitsbedarf von mehr als 200 000 Menschen gedeckt, 3500 chirurgische Eingriffe vorgenommen und 6500 Traumapatienten behandelt werden. Die Vorräte liefere man sofort an 40 Gesundheitseinrichtungen in 29 der 34 Provinzen des Landes.

Das Flugzeug sei von der pakistanischen Regierung zur Verfügung gestellt worden, hiess es weiter. Angaben der pakistanischen staatlichen Fluggesellschaft Pakistan International Airways zufolge wurde ein Team mit pakistanischen Ingenieuren bereits vorab zum Zielflughafen geschickt, um den Betrieb zu ermöglichen. Aktuell ist der Inlandsflugverkehr in Afghanistan eingestellt und auch der Flughafen in Masar-i-Scharif eigentlich geschlossen.

Zwei weitere Flüge mit medizinischen Gütern sollen laut WHO noch folgen. Die WHO und das UN-Kinderhilfswerk Unicef hatten zuletzt gewarnt, dass die Versorgung von Millionen Afghanen mit Arzneimitteln und anderen wichtigen Gütern immer schwieriger werde.

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