Nach Buschfeuer kämpft Australien jetzt mit sintflutartigem Regen

    Stéphanie Hofer
    Stéphanie Hofer

    Kanada,

    Nach den monatelangen Waldbränden scheint Australien endlich aufatmen zu können. Es regnet in Strömen. Aber auch das könnte der Umwelt wiederum schaden.

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    Nach Buschfeuer kämpft Australien jetzt mit sintflutartigem Regen. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach den monatelangen Waldbränden atmet Australien auf: Seit gestern regnet es.
    • Experten warnen: Da der Boden so trocken ist, könne das Wasser nicht aufgenommen werden.
    • Das wiederum könnte zu heftigen Überschwemmungen führen. Bilder zeigen Sturzfluten.

    Monate ist es her, seitdem Australien das letzte Mal Regen gesehen hatte. Gestern Donnerstag dann die grosse Erleichterung nach dem Brand-Horror. Gewitter trafen auf Sydney und weite Teile der Nordküste von New South Wales. Auch fürs Wochenende wird wiederum Regen erwartet.

    Buschbrände in Australien
    Eine grosse Regenpfütze hat sich im abgebrannten Buschland in den Blue Mountains westlich von Sydney im Bundesstaat Bundesstaat New South Wales gebildet. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. - dpa

    Doch so gut der Regen den Menschen und auch dem Wald einerseits tut, so gefährlich ist er andererseits. Mit den plötzlich vorhandenen Wassermengen hatte vor allem Sydney zu kämpfen, berichtet die «New York Times». Die Stadt litt unter massiven Zugausfällen und starkem Verkehrsaufkommen.

    Tatsache ist: Da der Boden durch die Brände dermassen trocken ist, kann er das Regenwasser momentan nicht aufnehmen. Es fliesst ab, ohne wirklich etwas im Untergrund bewirken zu können. Vor allem in den ländlichen Gebieten kam es deshalb über Nacht an einigen Stellen zu Sturzfluten.

    Die Regenmenge ist derweil beachtlich: In manchen Teilen Melbournes regnete es in einer halben Stunde so viel wie sonst in einem Monat.

    Die Feuerwehr warnte ausserdem vor ausgebrannten Bäumen, die wegen des Niederschlags einstürzen könnten.

    Und einmal mehr müssen auch Tiere wie Koalas fliehen.

    Asche und Schmutz in Stauseen gespült

    Ebenfalls bedroht durch die plötzlichen Regenfälle wurde die Wasserversorgung in weiten Teilen des Landes. Asche und Schmutz gelangte in die Stauseen. In diversen Wasserreservoirs wurden Filter installiert, damit keine Schadstoffen in Kläranlagen gelangen.

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