Mysteriöser Rächer fängt in Mexiko Töff-Diebe und klebt sie fest
In einer mexikanischen Kleinstadt fängt ein anonymer Rächer Motorraddiebe und klebt sie fest. Der mexikanische «Batman» sorgt für Aufsehen in sozialen Medien.

Das Wichtigste in Kürze
- «Batman» treibt in einer mexikanischen Kleinstadt sein Unwesen.
- Ein mysteriöser Mann stellt Motorraddiebe auf eigene Faust und bindet sie an Laternen fest.
- Selbstjustiz ist kein neues Problem in Südamerika.
In der mexikanischen Kleinstadt Lagos de Moreno im Bundesstaat Jalisco treibt ein maskierter Unbekannter sein Unwesen. Er nennt sich «Batman» und geht auf eigene Faust gegen Töff-Diebe vor.
Seine Methode ist ungewöhnlich: Er klebt die mutmasslichen Täter an Laternen und Strassenschildern fest. Zusätzlich schrieb er das Wort «Ratte» auf die Gesichter der Kriminellen. So wurden sie vor den Passanten auf der Strasse zur Schau gestellt.
Bereits fünf Töff-Diebe geschnappt
Mindestens fünf Männer soll der selbst ernannte Rächer in den vergangenen zwei Wochen überwältigt haben. Zeugen entdeckten die Gefesselten an verschiedenen Orten in der Stadt. Die Männer waren mit Klebeband fixiert und konnten sich nicht selbst befreien.
Besonders auffällig: Neben den festgeklebten Männern stellte der Unbekannte teilweise die mutmasslich gestohlenen Motorräder ab. Damit war für alle Beteiligten klar, was den Männern vorgeworfen wird. Fotos davon verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken.

Nach ihrer Befreiung wurden die Männer medizinisch untersucht und versorgt. Die Ermittler haben eine Fahndung nach dem Unbekannten eingeleitet. Bisher konnte der maskierte Rächer nicht identifiziert werden.

Die Kommentare unter dem Post sind gemischt. Ein User wünscht sich einen «Batman in Bogotá Gothic City». Ein anderer hält die Veröffentlichung der Bilder für «verantwortungslos».
Nach aktuellem Ermittlungsstand könnte sich hinter dem «Batman» sogar eine ganze Gruppe verbergen. Ob es sich um eine organisierte Bürgerwehr handelt, ist noch unklar. Die Polizei in Jalisco hat die Untersuchung aufgenommen, wie mexikanische Medien berichten.
Selbstjustiz als gesellschaftliches Phänomen in Lateinamerika
Der Fall aus Guadalajara ist kein Einzelfall. In Lateinamerika hat die Debatte über Selbstjustiz zuletzt wieder an Schärfe gewonnen. Ende 2025 kam es in Bogotá (CO) zu einem schwerwiegenden Vorfall im Stadtteil Kennedy.
Ein Pickup-Fahrer rammte betrunken mehrere Personen. Daraufhin umzingelten ihn Dutzende Menschen und schlugen ihn, bis er das Bewusstsein verlor. Er starb an den Folgen.

















