Mutmasslicher Putsch: Guinea-Bissaus Präsident ausgeflogen

    Keystone-SDA
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    Guinea-Bissau,

    Der Präsident von Guinea-Bissau ist nach dem mutmasslichen Putsch ausgeflogen worden. Zuvor soll er vom Militär festgenommen worden sein.

    Nach einem mutmasslichen Militärputsch in Guinea-Bissau ist der amtierende Präsident Umaro Sissoco Embaló ins westafrikanische Nachbarland Senegal ausgeflogen worden. Das teilte das senegalesische Aussenministerium mit. Das Militär in Guinea-Bissau hatte am Tag zuvor verkündet, die Macht in dem Küstenstaat mit rund 2,2 Millionen Einwohnern übernommen zu haben.

    Die Staats- und Regierungschefs der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas hätten bei einem virtuellen Sondergipfel unter anderem den Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme «scharf verurteilt», teilte das Aussenamt in Dakar weiter mit. Zudem hätten sie «die Wiederherstellung der verfassungsmässigen Ordnung» und «die unverzügliche Freilassung von Präsident Umaro Sissoco Embaló und aller inhaftierten Personen» gefordert. Ein Vermittlungsausschuss mehrerer Staaten solle in Kürze nach Bissau reisen.

    Embaló sagte, er sei festgenommen worden

    Zu den Hintergründen des mutmasslichen Staatsstreichs in Guinea-Bissau ist noch vieles unklar. Embaló hatte einem französischen Medium gesagt, er sei vom Militär festgenommen worden. Auch ein Oppositionsführer sowie weitere hochrangige Politiker, Militärs und Beamte sollen festgenommen worden sein.

    Sowohl Embaló als auch sein aussichtsreichster Gegenkandidat hatten sich nach einer Präsidentenwahl am Sonntag zum Sieger erklärt. Ergebnisse waren noch nicht veröffentlicht worden.

    Präsident wird Unterdrückung von Oppositionellen vorgeworfen

    Guinea-Bissau hat seit seiner Unabhängigkeit von Portugal 1974 mehrfach Putsche und Putschversuche erlebt. Das Militär mischt sich schon viele Jahre stark in die Politik ein. Guinea-Bissau ist Experten zufolge zudem ein Knotenpunkt für den Kokain-Schmuggel zwischen Lateinamerika und Europa.

    Der frühere General Embaló (53) regiert seit 2020 und hatte das Parlament Ende 2023 aufgelöst. Er hat in der Vergangenheit mehrfach von Putschversuchen gegen ihn gesprochen, zuletzt im Oktober. Seine Amtszeit ist seit Monaten abgelaufen. Kritiker werfen ihm vor, Oppositionelle, Journalisten und Menschenrechtler zu unterdrücken.

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    Kommentare

    User #4910 (nicht angemeldet)

    Wir haben noch Massenhaft AHV Gelder. Und die MwSt wird für solche unter anderem auch noch erhöht. Schönen Dank auch.

    User #4039 (nicht angemeldet)

    Auf irgendeine Weise kommen sie immer wieder rechtzeitig davon.

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