Am Dienstagabend kam es in Kabul zu zwei seperaten Anschlägen auf Minibusse. Dabei kamen zehn Zivilisten ums Leben, zwlf weitere wurden verletzt.
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Afghanisches Sicherheitspersonal inspiziert den Ort einer Bombenexplosion. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In der afghanischen Haupstadt Kabul gab es zwei seperate Anschöäge auf Minibusse.
  • Dabei kamen insgesamt zehn Zivilisten ums Leben.
  • Mindestens zwölf weitere Menschen wurden verletzt.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind bei zwei separaten Anschlägen auf Minibusse mindestens zehn Zivilisten getötet worden. Mindestens zwölf weitere seien verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Die Explosionen ereigneten sich am späten Dienstagabend (Ortszeit) in kurzer Abfolge im Westen der Stadt. Es war zunächst unklar, wieso die Minibusse Ziel eines Angriffs waren.

Bisher bekannte sich niemand dazu. In der Vergangenheit haben die militant-islamistischen Taliban und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge in Kabul für sich reklamiert. Zuletzt waren Mitte Mai in Kabul bei mehreren Explosionen in der Nähe einer Schule mindestens 85 Menschen ums Leben gekommen, der Grossteil davon junge Mädchen.

Gefechte in Krisenland intensivieren sich

Seit Beginn des offiziellen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan Anfang Mai haben sich die Gefechte in dem Krisenland intensiviert. Die Taliban starteten in mehreren Provinzen Offensiven. Täglich werden Zivilisten Opfer des Konflikts. Zehntausende Menschen mussten UN-Angaben zufolge in den vergangenen Wochen aus ihren Dörfern und Städten vor den Kämpfen fliehen.

Das US-Militär teilte diese Woche mit, es schätze, man habe zwischen 30 und 44 Prozent des Abzugs abgeschlossen. Die letzten Soldaten der USA und anderer Nato-Länder sollen Afghanistan bis spätestens September verlassen haben.

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