Daniil Medwedew

Medwedew: Mehr als 231'000 russische Vertragssoldaten seit Januar

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Russland,

In Russland haben 231'000 Menschen einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben. Die Zahl hat sich somit seit Mai fast verdoppelt.

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Soldaten der russischen Nationalgarde. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 231'000 Personen unterschrieben einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium.
  • Russland wirbt um Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine.
  • Sie leiteten mehrere Maßnahmen ein, um den Dienst attraktiver zu machen.

In Russland wurde um Freiwillige für den Krieg gegen die Ukraine geworben. Offiziellen Angaben ergeben, dass seit Januar mehr als 231'000 Menschen einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium unterschrieben. Es sei einiges getan worden, um den Dienst attraktiver zu machen. Das sagte der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, am Donnerstag bei einer Versammlung zur Ausstattung der Streitkräfte.

Der frühere Kremlchef veröffentlichte dazu ein Video in seinem Telegram-Kanal. Die russische Führung hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass ein solcher Schritt nicht nötig sei, weil es angeblich viele Freiwillige gebe. Das, in Angesicht von Ängsten in der Bevölkerung vor einer neuen Mobilmachung. Trotzdem trauen viele Bürger den Beteuerungen des Kreml nicht.

Anzahl Vertragssoldaten fast verdoppelt

Die von Medwedew genannte Zahl ist damit etwa doppelt so hoch wie die vom Mai. Damals sprach er von 117'000 Freiwilligen und Zeitsoldaten. Nach Darstellung Medwedews sind in den vergangenen Monaten zahlreiche organisatorische, wirtschaftliche und soziale Schritte eingeleitet worden, um mehr Freiwillige anzuziehen. Die Kriegsdienstleistenden und ihre Familien würden auch besser sozial abgesichert, sagte er.

Genaue Zahlen über die Stärke und Neuaufstellungen der russischen Armee sind angesichts des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine schwer zugänglich. Russland hatte im vergangenen Jahr nach massiven Kriegsverlusten bei einer Teilmobilmachung rund 300 000 Reservisten eingezogen. Zugleich flohen damals aber auch Zehntausende vor einem möglichen zwangsweisen Kriegseinsatz gegen die Ukraine ins Ausland.

Russland organisiert zudem zweimal jährlich Einberufungen, im Frühjahr und Herbst sind das jeweils mehr als 100'000 Wehrpflichtige.

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