Fälle im Jura: Polizei warnt vor neuer Leasing-Betrugsmasche
Jungen Personen wird Geld für Leasingverträge angeboten. Die Kantonspolizei Jura warnt vor dieser neuen Betrugsmasche.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Kanton Jura warnt die Kantonspolizei vor einer Betrugsmasche mit Leasingverträgen von Luxusautos.
- Jungen Erwachsenen wird Geld angeboten, damit sie auf ihren Namen Verträge für Dritte unterzeichnen.
- Die Autos verschwinden ins Ausland und den Unterzeichnenden drohen strafrechtliche Konsequenzen.
Die Kantonspolizei Jura warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Bereits vier junge Männer und Frauen aus dem Kanton Jura sind betroffen, wie «RTS» berichtet.
Ihnen wurden ein paar hundert Franken angeboten, damit sie in ihrem Namen Leasingverträge für Luxusfahrzeuge abschliessen.
Der Ablauf ist immer ähnlich: Die Betroffenen erhalten eine Entschädigung von einigen hundert Franken pro Monat. Dafür stellen sie ihren Namen zur Verfügung, gehen zur Leasingagentur und unterschreiben den Vertrag. Anschliessend wird das Auto an Dritte übergeben und ist dann weg.
Sébastien Frund, Leiter der kantonalen Kriminalpolizei, erklärt gegenüber dem Sender: «Das Fahrzeug verschwindet aus dem Strassenverkehr. Es wird wahrscheinlich ins Ausland gebracht, insbesondere nach Frankreich, und dort für kriminelle Zwecke genutzt.»
Unterzeichner haften für alle Schulden
Wer den Vertrag unterschrieben hat, bleibt rechtlich verantwortlich. Das gilt auch dann, wenn die Person das Auto nie selbst genutzt hat. Die Leasinggesellschaft fordert die Monatsraten von der Person ein, die den Vertrag unterschrieben hat.
Frund mahnt: «Diese Personen setzen sich einer strafrechtlichen Verfolgung aus, insbesondere wegen Untreue.» Dazu kommen weitere Probleme, denn auch Bussen für Verkehrsdelikte, wie starke Tempoüberschreitungen, werden an die Adresse des Unterzeichners geschickt.
Diese Leasing-Betrügereien beschränken sich nicht auf den Jura: Die Polizeibehörden von Genf und Neuenburg haben je einen ähnlichen Fall registriert.
Die Kantonspolizei aus dem Jura warnt davor, den eigenen Namen für andere zur Verfügung zu stellen. Besondere Vorsicht sei geboten, wenn dafür Geld angeboten werde.














