Mauretanien: Fast 50 Tote nach Bootsunglück
Vor der Küste Mauretaniens ist ein Boot mit rund 160 Migranten gekentert. Mindestens 49 Menschen starben, über 100 werden noch vermisst.

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Mauretaniens sind mindestens 49 Migranten ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen würden noch vermisst, teilte die Küstenwache des nordwestafrikanischen Landes am Freitag mit.
Ein Boot mit etwa 160 Menschen an Bord war in der Nacht zu Dienstag vor einem Dorf rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Nouakchott gesunken. Die Toten stammten überwiegend aus Gambia und dem Senegal. Das Boot war nach Angaben der Behörden vor etwa einer Woche von der gambischen Küste aus gestartet.
Wichtiger Transitpunkt für Migranten aus Westafrika
Mauretanien gilt als wichtiger Transitpunkt für Migranten aus Westafrika, die versuchen, auf gefährlichen Routen nach Europa zu gelangen. Immer wieder kommen auf der spanischen Inselgruppe der Kanaren, rund 100 Kilometer von der Nordwestküste Afrikas entfernt, Boote mit Migranten an.
Vergangenes Jahr hatte die EU-Kommission eine Migrationspartnerschaft mit Mauretanien abgeschlossen. Dadurch soll legale Migration gefördert sowie Schleuserkriminalität und Menschenhandel bekämpft werden. Ausserdem soll das Land bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützt werden.