Eine UN-Resolution verpufft, kurze Kampfpausen bringen keine Entspannung und Hilfe. Im syrischen Ost-Ghuta wird weiter gekämpft. Nun mussten Hunderte Familien innerhalb des Gebiets fliehen.

Trotz UN-Forderungen nach einer umfassenden Waffenruhe haben Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen im syrischen Ost-Ghuta Hunderte Familien zur Flucht gezwungen. Die Zivilisten seien aus dem Südosten der Region in andere Teile Ost-Ghutas gezogen, nachdem islamistische Aufständische dort in der Nacht einen Gegenangriff gestartet hätten, sagte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Am Vortag waren Truppen von Präsident Baschar al-Assad in dem Gebiet gegen die Rebellen vorgerückt. In einem weiteren Kriegsgebiet, der nördlichen Region Afrin, wurden bei türkischen Angriffen viele Regierungssoldaten getötet.

Nur punktueller Rückgang der Gewalt

Der syrische Verbündete Russland hatte vor knapp einer Woche tägliche fünfstündige Feuerpausen in Ost-Ghuta angekündigt. Diese brachten zwar punktuell einen Rückgang der Gewalt, liessen aber keine Hilfslieferungen an die Notleidenden in der Region zu. In dem seit 2013 belagerten Ost-Ghuta sollen etwa 400 000 Menschen eingeschlossenen sein. Verschiedene, mehrheitlich islamistische Rebellengruppen kontrollieren das Gebiet.

Auch in der Region Afrin im Nordwesten des Landes gehen die Gefechte weiter. Dort mussten Regierungstruppen ihre bislang schwersten Verluste im Kampf gegen türkische Einheiten einstecken. Luftangriffe der türkischen Luftangriffe töteten nach Angaben der Beobachtungsstelle mindestens 36 Regierungskämpfer.

Luftangriffe auf syrisches Rebellengebiet Ost-Ghuta.
Luftangriffe auf syrisches Rebellengebiet Ost-Ghuta. - Dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kampfpause im syrischen Ost-Ghuta bringt keine Entspannung.
  • Weiterhin flüchten die Menschen massenweise aus dem Kriegsgebiet.
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