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Kreml: US-Zahlen zu russischen Verlusten «aus der Luft gegriffen»

Keystone-SDA
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Russland,

Der Kreml hat die Angaben des Weissen Hauses zu hohen russischen Verlusten in der Ukraine dementiert: Denn Washington «verfüge nicht über diese Informationen».

Kremlsprecher Dmitri Peskow
Russland lässt laut Peskow offen, ob es in München zu einem Treffen zwischen den USA und Russland kommt. (Archivbild) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Kremlsprecher Dmitri Peskow kommentierte die US-Zahlen zu russischen Kriegsverlusten.
  • Gegenüber «Interfax» dementierte er die Angaben des Weissen Hauses.
  • Laut Peskow verfüge Washington «nicht über diese Informationen.»

«Absolut aus der Luft gegriffen», kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge eine auf US-Geheimdienstinformationen beruhende Verlust-Schätzung. «Washington hat keine Möglichkeit, irgendwelche konkreten Zahlen zu nennen, sie verfügen nicht über diese Informationen.»

In der Ukraine gefallene und verletzte russische Soldaten sollen allein seit Dezember bei 100'000 liegen. Ein Vertreter des Weissen Hauses, John Kirby, hatte in einem Briefing am Montag diese Zahl taxiert. Peskow riet stattdessen dazu, «sich an den Zahlen zu orientieren, die das Verteidigungsministerium Russlands rechtzeitig veröffentlicht».

Russische Angaben laut Experten weit untertrieben

Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte zuletzt im vergangenen September von 5937 Gefallenen auf russischer Seite gesprochen. Ein Sprecher der moskautreuen Verwaltung in Donezk bestätigte im November zudem noch den Tod von 3930 Kämpfern aus dieser Region. Diese seien wohl nicht in die Statistik Schoigus eingeflossen.

Insgesamt gelten diese Angaben jedoch bei Experten als weit untertrieben. Auch die Ukraine veröffentlicht kaum belastbare Informationen zu den Opfern in den eigenen Reihen.

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