Nachdem der Konflikt um die Kaschmir Region vor zwei Wochen eskalierte, können nun erstmals wieder Kinder in die Schule.
Kaschmir
Indische Sicherheitskräfte. - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Vor zwei Wochen eskalierte der Kaschmir-Konflikt nach dem Entzug der Autonomie.
  • Nun können einige Kinder wieder zur Schule gehen.

Zwei Wochen sind seit dem Entzug der Teilautonomie und der weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der indischen Kaschmir-Region vergangen. Nun konnten einige Kinder erstmals wieder zur Schule gehen. 190 von 900 Schulen in der grössten Stadt Srinagar und im Umkreis waren nach Behördenangaben am Montag wieder geöffnet.

Örtliche Medien berichteten jedoch, dass viele Eltern ihre Kinder zu Hause liessen. Auch aus Angst nach gewaltsamen Protesten am Wochenende gegen das Vorgehen der Regierung in Neu Delhi.

Netz funktioniert in Teilen wieder

Auch das lange gesperrte Mobilfunk- und Festnetznetz funktionierte in Teilen des Kaschmir-Tals wieder. Das Internet war nach wie vor blockiert. Autos, Busse und Rikschas fuhren am Wochenende in Srinagar wieder.

Die Innenstadt von Srinagar blieb aber weiter gesperrt. Dort hatte es in den vergangenen Tagen auch Zusammenstösse zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften gegeben, wie ein Regierungssprecher bestätigte.

Eskalation in Kaschmir vor zwei Wochen

Indiens Regierung hatte ihrem mehrheitlich muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir vor zwei Wochen den Teilautonomiestatus entzogen. Premierminister Narendra Modi will die Himalaya-Region stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren.

Bisher hatte die Region unter anderem eine eigene Verfassung und weitgehende politische Kompetenzen. Viele Kaschmirer sind gegen die Neuregelung. Aus Sorge vor Protesten hatte die Regierung mehrere Zehntausend Soldaten in die bereits militarisierte Grenzregion zu Pakistan geschickt. In der Region gibt es seit der 1980en Proteste, die eine Abspaltung Kaschmirs von Indien wollen.

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