Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter gegenseitig
Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon geht weiter. Das israelische Militär teilte gegen Mittag mit, derzeit Ziele der Schiitenmiliz in Libanons Hauptstadt Beirut zu attackieren.

Anwohner berichteten von mindestens drei lauten Explosionen. Über denen als Dahija bekannten Vororten Beiruts sei schwarzer Rauch aufgestiegen. Augenzeugen berichteten, dass mindestens zwei Gebäude zerstört wurden. Zunächst gab es keine Angaben zu möglichen Opfern. Das israelische Militär hatte zuvor die Bewohner der Gegend erneut zur Flucht aufgerufen.
Bei Angriffen am Morgen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mindestens fünf Menschen getötet. Bei einem anderen Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes wurden den Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Im Süden und im Osten des Landes wurden zahlreiche weitere Angriffe gemeldet.
Bei einem Angriff am Sonntagabend unweit der israelischen Grenze wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut ausserdem zwei Sanitär getötet. Das Ministerium verurteilte den Angriff scharf. Am frühen Mittag meldete die Behörde einen weiteren Angriff auf Gesundheitspersonal. Ein Sanitäter des der Hisbollah nahestehenden Risala-Gesundheitsdienstes sei getötet worden.
Ein Angriff in einem christlichen Ort östlich von Beirut vom Sonntagabend sorgte im Libanon zudem für Spannungen. Nach libanesischen Angaben wurde dabei ein Mitglied der Lebanese Forces, einer christlichen Partei im Libanon, getötet. Auch seine Ehefrau und eine weitere Person kamen ums Leben. Die israelische Armee erklärte, einen Angriff gegen «terroristische Ziele» ausgeführt zu haben. Berichte, dass dabei mehrere Zivilisten «zu Schaden» kamen, würden geprüft, hiess es.
Israels Militär erklärte weiterhin, auch ihre Bodeneinsätze im Südlibanon fortzusetzen. Bei jüngsten Kämpfen seien drei Hisbollah-Mitglieder getötet worden. Sie sollen nach israelischen Angaben für den Tod von vier Soldaten verantwortlich gewesen sein.
Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe auf israelische Ziele für sich. Im Südlibanon habe sie unter anderem israelische Panzer angegriffen. Auf israelische Stellungen im Libanon und Ziele in Israel seien Raketensalven abgefeuert worden. Mehrere Städte und Ortschaften im Norden Israels kamen nach israelischen Medienberichten unter Raketenfeuer.














