Irans Präsident trotz hoher Corona-Zahlen weiter gegen Lockdown

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    Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land.

    Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land. Foto: Ahmad Halabisaz/XinHua/dpa
    Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land. Foto: Ahmad Halabisaz/XinHua/dpa - sda - Keystone/XinHua/Ahmad Halabisaz

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Iran befindet sich mitten in einer zweiten Corona-Welle.
    • Trotz steigender Zahlen wehrt sich der Präsident gegen einen neuen Lockdown.
    • Eine längerfristige Einschränkung der Wirtschaftsaktivitäten sei nicht machbar.

    «Ein Lockdown steht wie eine komplette Aufhebung der Lockerungen bis auf weiteres nicht auf der Agenda», sagte Ruhani am Donnerstag. Vielmehr sollten die Bürger ihren Lebensstil dem Coronavirus anpassen, betonte der Präsident nach Angaben seiner Webseite.

    Binnen 24 Stunden starben erneut fast 150 Corona-Patienten. Damit liegt die Zahl der Toten aktuell bei 11'106 und die der Infizierten bei 232'863, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari am Donnerstag im Staatsfernsehen sagte. Experten und das Gesundheitsministerium fordern daher strengere Massnahmen, um einen weiterem Anstieg der Fallzahlen zu verhindern.

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    Der iranische Präsident Hassan Ruhani spricht während einer Pressekonferenz (Archivbild). - dpa

    Seit Ende Mai haben fast alle Branchen im Iran die Arbeit wieder aufgenommen. Die von Ruhani durchgesetzten Lockerungen haben aber auch dazu geführt, dass die Corona-Vorschriften in der Bevölkerung nicht mehr ernstgenommen wurden. Seitdem stirbt nach Angaben des Gesundheitsministeriums alle 13 Minuten ein Corona-Patient im Iran, alle 33 Sekunden kommt es zu einer Neuinfektion.

    Ruhani will aber trotz Kritik an seiner Lockerungspolitik festhalten. Er sei der Auffassung, dass die Corona-Krise noch länger andauere und eine längerfristige Einschränkung der Wirtschaftsaktivitäten nicht machbar sei. Die Iraner sollten nach den Worten Ruhanis lieber lernen, «mit dem Virus zu leben».

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