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Iran: Israels Luftwaffe startet neue Angriffswelle

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Iran,

Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Militär- und Führungsstrukturen ist die Lage im Nahen Osten erneut deutlich eskaliert.

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Donald Trump gibt ein Update zum Krieg gegen den Iran. - Truth Social

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen seit Samstag zentrale Militär- und Führungsziele im Iran an.
  • Dabei wurde Irans oberster Führer Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.
  • Das Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte.
  • Die Eskalation lässt die Sorge vor einem regionalen Krieg im Nahen Osten wachsen.

Israel hatte am Samstagmorgen mit Unterstützung der USA einen grossangelegten Angriff auf Iran gestartet.Nach Angaben aus Washington und Tel Aviv richteten sich die Schläge insbesondere gegen Ziele, die mit Raketenprogrammen sowie der militärischen Führung des Landes in Verbindung stehen.

Bei den Angriffen wurde der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.

Wird das iranische Regime nun fallen?

Teheran reagierte umgehend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf Staaten in der Region, in denen die USA Militärbasen unterhalten, und kündigte weitere Vergeltung an.

International wächst seither die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

Weitere Explosionen in Teheran zu hören

01.30: Nach Angaben der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden in einigen Gebieten Teherans weitere Explosionen gemeldet. Israel hat derweil mitgeteilt, die grossangelegten Angriffe auf Ziele in der ganzen Stadt fortzusetzen.

Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das «iranische Terrorregime im Herzen von Teheran» begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Drohne trifft Mittelmeer-Insel Zypern

01.25: Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Das berichtete das zyprische Nachrichtenportal «Cyprus Mail» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Eine Bestätigung seitens der Behörden lag zunächst nicht vor. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.

Demnach schlug eine «kleine Drohne» auf dem Flugfeld der Basis ein, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm signalisiert. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei «geringer Sachschaden» entstanden.

Trump ist zurück im Weissen Haus

01.22: Donald Trump ist nach Washington D.C. zurückgekehrt und befindet sich laut Medienberichten wieder im Weissen Haus. Er verbrachte das Wochenende in seinem Florida-Resort Mar-a-Lago, wo er die ersten Schläge der «Operation Epic Fury» verfolgte.

Donald Trump Florida
Donald Trump verfolgte die ersten Schläge der «Operation Epic Fury» in seinem Florida-Resort Mar-a-Lago. - Screenshot/X

Ölpreise ziehen wegen Nahost-Eskalation kräftig an

01.05: Die Ölpreise haben am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten wie erwartet zunächst deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar oder 14 Prozent.

Es kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu. Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.

Golfstaaten behalten sich «Antwort» vor

01.00: Nach iranischen Vergeltungsschlägen gegen US-Militäreinrichtungen in der Golfregion haben die Staaten des Golf-Kooperationsrats Gegenmassnahmen angekündigt.

Die Aussenminister der sechs Mitgliedsländer erklärten nach einem Treffen am Sonntag, es habe «erhebliche Schäden» durch die iranischen Angriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait gegeben.

Iran
Die iranischen Revolutionsgarden. - keystone

Zugleich betonten sie ihre Entschlossenheit, «alle notwendigen Massnahmen» zum Schutz ihrer Länder zu ergreifen – einschliesslich einer möglichen Reaktion auf die Angriffe.

Emirate: 500 Drohnen abgewehrt

00.45: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach eigenen Angaben zahlreiche aus dem Iran abgefeuerte Flugkörper abgewehrt. Wie das Verteidigungsministerium auf X mitteilte, wurden 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen von der Luftabwehr abgefangen. Weitere 35 Drohnen seien abgestürzt, zudem seien 13 Raketen ins Wasser gefallen.

Israel meldet Angriff aus dem Libanon

00.33: Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilte das Militär in der Nacht mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben.

Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt. Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte dem Iran nach den amerikanisch-israelischen Angriffen zuvor ihre Unterstützung zugesichert.

Briten erlauben USA Nutzung von Militärbasen

22.55: Grossbritannien macht die Unterstützung konkret: Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, dass London den USA die Nutzung von zwei britischen Militärbasen für Angriffe auf den Iran erlaubt. Zuvor hatten Deutschland, Grossbritannien und Frankreich in einer gemeinsamen Erklärung betont, entsprechende Militärschläge «ermöglichen» zu wollen.

Trump: «Legt eure Waffen nieder und erhaltet volle Immunität»

22.44: In der Videobotschaft auf Truth Social wendet sich Trump zum Schluss direkt an die iranischen Militärs. Er spricht von Immunität, für diejenigen, die ihre Waffen niederlegen.

«Ich appelliere erneut an die Revolutionsgarde, das iranische Militär und die Polizei: Legen Sie die Waffen nieder und erhalten Sie volle Straffreiheit, oder Sie werden mit Sicherheit sterben. Es wird der sichere Tod sein, und es wird kein schöner Tag werden.»

Donald Trump
Donald Trump meldet sich auf Truth Social zum Krieg im Iran. - Screenshot/X

Und weiter: «Ich rufe alle iranischen Patrioten, die sich nach Freiheit sehnen, dazu auf, diesen Moment zu ergreifen, mutig, kühn und heldenhaft zu sein und ihr Land zurückzuerobern.»

Amerika stünde an ihrer Seite, so Trump. «Ich habe euch ein Versprechen gegeben und dieses Versprechen gehalten. Der Rest liegt nun an euch, aber wir werden da sein, um zu helfen.»

Trump meldet drei tote US-Soldaten – «Amerika wird ihren Tod rächen»

22.30: In einem sechsminütigen Video auf Truth Social erklärt Donald Trump, die Mission im Iran werde so lange fortgesetzt, bis alle US-Ziele erreicht seien. Er berichtete, dass bereits «Hunderte» von Zielen im Iran getroffen worden seien und dass neun Schiffe zerstört wurden.

chamenei Iran
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde bei den US-israelischen-Angriffen auf Iran getötet. - keystone

Er bezeichnete Irans obersten Führer – der gestern bei Angriffen getötet wurde – als einen «elenden und niederträchtigen Mann», an dessen Händen das Blut von Amerikanern und vielen anderen unschuldigen Menschen klebe.

Der Präsident sagte, die USA trauerten um den Tod von drei Angehörigen der Streitkräfte, die «das höchste Opfer gebracht» hätten. «Leider wird es wahrscheinlich noch mehr geben», sagte er und fügte hinzu: «Amerika wird ihren Tod rächen.»

teheran
Eine Explosion ist in Teheran zu sehen. - keystone

Es ist das erste Mal, dass sich der Präsident – ​​der sich jetzt auf dem Rückflug von Florida nach Washington befindet – öffentlich geäussert hat, seit er gestern eine Ansprache an die Nation gehalten hat.

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