Oxfam

    Hilfsorganisation Oxfam warnt vor drastischem Anstieg von Hunger

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Die Zahl der Menschen, die unter Hungersnot leiden, hat sich in den letzten Monaten versechsfacht. Schuld daran ist vor allem der Tigray-Konflikt in Äthiopien.

    Hungersnot
    Eine Frau hält die Hand eines stark unterernährten Kindes in einem Krankenhaus in der jemenitischen Provinz Hadscha. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zahl der von Hungersnot betroffenen Menschen stieg auf 520'000 an.
    • Vor der Pandemie waren es noch deutlich weniger Personen.
    • Gründe für die Zunahme sind die Pandemie, Konflikte und der Klimawandel.

    Die Hilfsorganisation Oxfam hat vor einer dramatischen Zunahme von Hungersnöten in der Welt gewarnt. Demnach versechsfachte sich die Zahl der Menschen, die von einer Hungersnot betroffen sind, seit Pandemie-Beginn auf weltweit rund 520'000 Menschen. Verantwortlich ist vor allem der Tigray-Konflikt in Äthiopien.

    In der Provinz Tigray sind nach Angaben der internationalen Datenbank IPC mehr als 400'000 Menschen von katastrophalen Verhältnissen betroffen.

    Doch auch in anderen Teilen der Welt verschärften sich demnach die Hungerkrisen, etwa im Jemen, im Südsudan und auf Madagaskar. Im Jemen verdreifachte sich dem Bericht zufolge allein in der ersten Jahreshälfte die Zahl der Menschen in Hungersnot auf 47'000.

    Hunger werde als Kriegswaffe eingesetzt

    Als Ursache für den weltweiten Anstieg sieht Oxfam eine Mischung aus Konflikten, der Coronavirus-Pandemie und dem Klimawandel. Insgesamt leben dem Bericht zufolge weltweit 155 Millionen Menschen in extremer Nahrungsmittelunsicherheit – 20 Millionen mehr als noch im Vorjahr. Der Hilfsorganisation zufolge sterben inzwischen mehr Menschen an Hunger als an Covid-19.

    Oxfam betonte, Hunger werde absichtlich als Kriegswaffe eingesetzt. So würden Zivilisten Trinkwasser und Lebensmittel vorenthalten, Märkte bombardiert, Getreide in Brand gesetzt und Nutztiere getötet.

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