Hilfe auf dem Seeweg für Gaza noch nicht unterwegs

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    Zypern,

    Das mit Hilfsgütern beladene Schiff «Open Arms» soll nach technischen Problemen und Verzögerungen bald auslaufen.

    Hilfsgüter gaza
    Hafenmitarbeiter bereiten Hilfsgüter für den Gazastreifen auf einer Plattform neben dem einem Schiff von Open Arms vor. Foto: Petros Karadjias/AP/dpa - keystone

    Nach Verzögerungen soll das mit Hilfsgütern für den Gazastreifen beladene Schiff «Open Arms» möglicherweise im Laufe des Montags vom Hafen Larnaka in Zypern auslaufen. Das berichtete der zyprische Aussenminister Konstantinos Kombos am Montagmorgen im zyprischen Rundfunk (RIK). Ursprünglich sollte das Schiff bereits am Wochenende ablegen. Es gebe nach den Worten des Aussenministers technische Probleme.

    «Bis zur Umsetzung kann nichts als selbstverständlich angesehen werden, da das Projekt aufgrund der Kriegssituation in Gaza komplex ist», fügte der Aussenminister hinzu. Eine zweite Ladung mit humanitärer Hilfe stehe im Hafen von Larnaka bereit und könnte in den nächsten Tagen nach Gaza geliefert werden, fügte er hinzu.

    Ankündigung durch EU-Kommissionspräsidentin

    Nach Angaben der zyprischen Regierung in Nikosia hat das Schiff «Open Arms», das eine Cargo-Plattform schleppen soll, rund 200 Tonnen Trinkwasser, Medikamente und Lebensmittel dabei. Den Start des Hilfskorridors auf dem Seeweg hatten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der zyprische Präsidenten Nikos Christodoulidis am Freitag angekündigt.

    Larnaka liegt rund 400 Kilometer von Gaza entfernt. Experten schätzen, dass die Fahrt dorthin 48 Stunden bis 60 Stunden dauern könnte. Wo und wie das Schiff nach Ankunft in den Gewässern vor der Küste des Gazastreifens seine Fracht löschen soll, ist unklar.

    Das Anliefern der Güter gilt als grosse Herausforderung, weil es nur einen kleinen Fischerhafen gibt, der nicht tief genug für Frachtschiffe ist.

    Temporärer Hafen durch US-Militär

    Das US-Militär will deshalb gemeinsam mit internationalen Partnern einen temporären Hafen einrichten, dessen Bau nach US-Angaben aber zwei Monate dauern wird. Die humanitäre Lage der Menschen im Gazastreifen spitzt sich seit Wochen dramatisch zu. Es fehlt am Nötigsten.

    Auslöser des Gaza-Kriegs war ein Massaker, das Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober im Süden Israels verübt hatten.

    Auf israelischer Seite wurden dabei mehr als 1200 Menschen getötet. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive im Gazastreifen. Auf palästinensischer Seite wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde seit Kriegsbeginn mehr als 31'000 Menschen getötet.

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