Herzog ruft zu weltweitem Kampf gegen Antisemitismus auf

Keystone-SDA
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Israel,

Staatspräsident Izchak Herzog hat zu Beginn des Holocaust-Gedenktags in Israel vor einer weltweiten Welle des Antisemitismus gewarnt. «Ich rufe alle Staats- und Regierungschefs der Welt auf: Leere Worte werden Untätigkeit nicht kaschieren», sagte er bei einer Ansprache in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. «Jetzt ist die Zeit für mutiges Handeln. Sie müssen den Antisemitismus mit allen Mitteln und überall bekämpfen, bevor es zu spät ist».

Herzog
Israels Staatspräsident Izchak Herzog. - keystone

Nach dem Holocaust, den er als «das dunkelste und abscheulichste Kapitel der Menschheitsgeschichte» beschrieb, habe das jüdische Volk in Israel eine nationale Heimstätte errichtet. «Es gibt diejenigen, die dieses von uns gebaute Zuhause auch heute zerstören wollen», sagte Herzog mit Blick auf den Krieg mit dem Iran und seinen Verbündeten. «Seit zweieinhalb Jahren befindet sich der Staat Israel im Krieg, seit jenem schrecklichen Tag, dem Massaker vom 7. Oktober.»

Mit Blick auf erbitterte politische Grabenkämpfe in Israel rief er das Volk zur Einheit auf. «Die Geschichte lehrt uns immer wieder den hohen Preis von Streit und innerer Spaltung», sagte Herzog. «Eine Familie kann streiten – aber sie darf nicht auseinanderbrechen. Wir sind nicht aus dem Feuer der Krematorien auferstanden, um im Feuer des Streits zu verbrennen.»

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu warf dem Iran bei der Gedenkzeremonie erneut vor, die Vernichtung Israels anzustreben. Gemeinsam mit den USA habe man jedoch das «böse Regime zu Staub zermalmt», sagt er mit Blick auf die beiden Kriege mit dem Iran. Jahr für Jahr habe er am Holocaust-Gedenktag versprochen: «Wir werden es dem Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu entwickeln.» Und als Ministerpräsident habe er versprochen: «Es wird keinen zweiten Holocaust geben.»

Israel sieht im iranischen Atom- und Raketenprogramm seine grösste existenzielle Bedrohung. Iranische Politiker hatten in der Vergangenheit immer wieder dem jüdischen Staat mit Vernichtung gedroht. Teheran bestreitet, Atomwaffen zu entwickeln.

Kommentare

User #1168 (nicht angemeldet)

Die Wahrheit ist in den öffentlichen Medien nicht mehr erwünscht.

User #5535 (nicht angemeldet)

Wie wäre es mal darüber nachzudenken, weshalb eine gewisse Ablehnung vorhanden ist?

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