Herbst

Herbst 2001 bleibt als Zeit mit vielen Katastrophen in Erinnerung

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

2001 hat die Schweiz einen schwarzen Herbst erlebt: Einschneidend waren die Terroranschläge von 9/11 in den USA. Es folgten die Bluttat im Zuger Kantonsparlament, das Swissair-Grounding, die Brandkatastrophe im Gotthard-Strassentunnel und der Flugzeugabsturz in Bassersdorf ZH.

Mit dem Stichwort 9/11 sind die Terroranschläge des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vom 11. September 2001 in den USA in die Geschichte eingegangen. Bei den Kamikaze-Anschlägen mit vier entführten Passagierflugzeugen starben fast 3000 Menschen.

Zwei davon crashten in New York in die Zwillingstürme des World Trade Centers – Bilder die sich tief ins kollektive Gedächtnis einbrannten. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon – den Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums – die vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab.

Beim Attentat im Zuger Kantonsparlament sind am 27. September 2001 14 Anwesende getötet worden – drei Mitglieder des Regierungsrats und elf Kantonsrätinnen und -räte. 18 weitere Anwesende wurden zum Teil schwer verletzt.

Attentäter war der 57-jährige Friedrich Leibacher, der sich nach der Tat selber tötete. Er war schwer bewaffnet und als Polizist verkleidet in die Sitzung des Kantonsparlaments eingedrungen und gab über 90 Schüsse ab. Zudem zündete er eine selbstgebaute Bombe. Leibacher hatte eine lange Geschichte von Rechtsstreitigkeiten mit den Behörden hinter sich.

Am 2. Oktober 2001 ging bei der Swissair gar nichts mehr. Weil der Fluggesellschaft das Geld zum Betanken ihrer Maschinen ausgegangen war, blieben rund 260 Flugzeuge und mit ihnen rund 19'000 Passagierinnen und Passagiere am Boden.

Es war ein Schock, denn trotz den wirtschaftlichen Problemen hatte niemand mit dem Grounding gerechnet. Es war der Anfang vom Ende der renommierten Swissair. Tausende von Angestellten verloren ihre Arbeit, die Nachfolge-Gesellschaft Swiss musste ihre Flotte um fast die Hälfte reduzieren. 2005 übernahm die deutsche Lufthansa die nationale Airline.

Am 24. Oktober 2001 ereignete sich im Gotthard-Strassentunnel der bisher schwerste Unfall in einem Schweizer Tunnel. Elf Menschen starben, nachdem zwei Lastwagen kollidiert waren und eine Explosion den Strassentunnel zum Flammeninferno werden liess.

Der Tunnel musste für zwei Monate gesperrt werden. Die Brandkatastrophe verursachte Infrastruktur-Schäden in der Höhe von 14 Millionen Franken. Nach der Wiedereröffnung wurde das «Tropfenzählersystem» für den Schwerverkehr eingeführt, das heute noch gilt.

Am 24. November 2001 stürzte in Bassersdorf ZH ein Jumbolino der damaligen Fluggesellschaft Crossair im starken Schneegestöber von Berlin herkommend beim Landeanflug auf den Zürcher Flughafen ab. 24 Insassinnen und Insassen starben, neun überlebten mit leichten oder gar keinen Verletzungen.

Unter den Überlebenden befand sich die spätere SP-Nationalrätin Jacqueline Badran. Beim Absturz starben unter anderen die US-Popsängerin Melanie Thornton und ein Vize-Stadtpräsident von Jerusalem. Als Ursache des Unglücks wurde das Versagen des Piloten eruiert, der die Mindestflughöhe unterschritten hatte.

Kommentare

Weiterlesen

sdf
38 Interaktionen
«Verdienen was»
a
199 Interaktionen
Ernährungsinitiative

MEHR HERBST

herbst
140 Interaktionen
Wegen Föhn
Tempo 30
25 Interaktionen
St. Gallen
1 Interaktionen
Im Herbst
Ostermundigen

MEHR AUS STADT BERN

a
19 Interaktionen
YB-Fassnacht
YB
1 Interaktionen
Heute um 18 Uhr
Himmels-Flaggen
6 Interaktionen
Kunstprojekt
Giovanna
1 Interaktionen
Rossfeld-Direktorin