Hecht und Influencer einigen sich im Mon-Amour-Streit
Im Streit um «Mon Amour» einigen sich Hecht und die Influencer. Der Song bleibt online, der Gewinn aber muss gespendet werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Hecht wehrt sich gegen ein unerlaubtes Cover von «Mon Amour».
- Jetzt hat sich die Band mit den Influencern ausgesprochen und einen Deal erreicht.
- Der Song bleibt online, alle Gewinne werden an Ärzte ohne Grenzen gespendet.
«Solang ich noch Luft in meiner Lunge hab, brennt mein Herz für dich lichterloh. Du bist für immer Mon Amour». Diese Liedzeilen werden am Ballermann auf Mallorca seit Wochen kräftig mitgesungen.
Der Song «Mon Amour» gehört definitiv zu den Partyhits des Jahres.
Doch um das Cover, das im Original von der Luzerner Rockpopband Hecht kommt, gab es zuletzt reichlich Ärger. Und jetzt eine Lösung.
Von dem Song existieren zwei deutsche Coverversionen, die in Bars und Clubs der Playa de Palma rauf- und runtergespielt werden. Die eine singt Tobee, der sich mit Liedern wie «Helikopter 117» oder «Saufi Saufi» einen Namen gemacht hat.
Die andere hat Marc Eggers («Oberteil») zusammen mit den Influencern Paul Frege und Aditotoro aufgenommen.
Das Trio äusserte sich nun öffentlich zum Streit mit Hecht und entschuldigte sich. Man sei ursprünglich davon ausgegangen, dass es sich bei der deutschen Version um ein Cover gehandelt habe.
«Wir haben uns falsch informiert, wir wurden falsch beraten.» Doch das sei keine Ausrede.
Deshalb habe man sich mit Hecht zusammengesetzt und die Angelegenheit offen besprochen. Die Band Hecht kam dann gemäss Aditotoro mit dem Vorschlag, dass der Song online bleiben darf. Alle Einnahmen müssen aber an Ärzte ohne Grenzen gespendet werden.
Die Influencer und der Musiker hätten sofort zugestimmt. Denn es sei «eine geile Lösung».
Vor rund zwei Wochen tönte es bei Hecht noch anders: Frontmann Stefan Buck sagte auf Instagram, dass man nur Tobee die Freigabe für den Song erteilt habe.
Das Trio um Eggers habe nicht mal um Erlaubnis gefragt. «Sie haben einfach den Song herausgegeben.»
Wer ein Lied von Mundart auf Deutsch übersetzt, bearbeitet das Original. Und muss von den Schöpfern das Okay bekommen.
«Das geht irgendwie gegen unsere Werte», erklärte Buck. Deshalb habe man die drei Influencer gebeten, ihre Version von allen Plattformen zu löschen.
Hecht räumte bei den SMA ab
Der Interpret der von vornherein genehmigten Version, Tobee, nimmt die Entscheidung gelassen.
«Man kann beide Versionen überhaupt nicht vergleichen. Meine passt zu Party und Ballermann, andere sind vielleicht eher für soziale Medien gemacht», sagte der Sänger der dpa. «Die Fans sollen einfach entscheiden, was sie hören möchten.»
Mit «Mon Amour» landete Hecht im letzten September für eine Woche in den Top-Ten der Schweizer Charts. Und die Musiker aus Luzern traten mit ihren Mundart-Liedern erstmals auch in Deutschland auf.
Zudem hat die Band gerade erst den Prix Walo in der Kategorie Pop/Rock-Band gewonnen. Im März hat sie bei den Swiss Music Awards gleich vier Preise abgeräumt.












