Swiss Music Awards

Hecht räumen an den 19. Swiss Music Awards ab

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Band Hecht räumte bei den Swiss Music Awards gleich vier Betonklötze ab. Als bester nationaler Siloact wurde Trauffer ausgezeichnet.

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Hect-Frontmann Stefan Buck mit einem der vier Betonklötze. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Hecht räumen bei den Swiss Music Awards ab.
  • Die Band wurde unter anderem als beste Gruppe und bester Live-Act ausgezeichnet.
  • Der Betonklotz für den besten nationalen Soloact erhielt Trauffer.

Viermal waren Hecht für einen Swiss Music Award nominiert, viermal nahmen sie am Donnerstagabend im Zürcher Hallenstadion den Stein auch entgegen.

«Das ist für uns mit Abstand der wichtigste Award», sagte Hecht-Frontmann Stefan Buck, als die Band gerade den zweiten Stein erhielt, jenen für den besten Live-Act. Vom Gefühl auf der Konzertbühne erhole man sich nie, und genau deswegen würden sie Musik machen.

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Trauffer wurde als bester nationaler Soloact ausgezeichnet. - keystone

Die Luzerner Rockpopband wurde an den Swiss Music Awards (SMA) als beste Gruppe, bester Live-Act und als Best Streaming Artist ausgezeichnet. Ausserdem gab es für den Publikumsliebling auch noch einen Betonklotz für den besten Hit – mit ihrem Sommersong «Mon Amour».

Am meisten bedeute ihnen die Auszeichnung als bester Live-Act, sagte Hecht-Frontmann nach der Preisverleihung gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie befänden sich nun fast ein bisschen in einem Schockzustand: «Ich habe so gehofft, dass wir einen Stein gewinnen. Dass es jetzt vier von vier sind und die Leute da draussen uns so treu sind, das ist ein sehr bewegendes Gefühl.»

Volksmusik zieht immer noch

Der beste nationale Soloact ist Trauffer. Der Ländler-Pop-Sänger und Unternehmer aus dem Berner Oberland konnte sich gegen seinen ehemaligen «Büetzer-Bueb»-Kollegen Gölä sowie gegen Nemo durchsetzen. «Dass es für den 'Holzchuelischnitzer' reicht, das hätte ich wirklich nicht gedacht», sagte der Volksmusiker in einer Videobotschaft.

Trauffer hat 2025 das Album «Heubode» veröffentlicht und lud im Hallenstadion gleich dreimal zur «Heubode-Party». Das Titelstück der Platte könnte man wohl als Mundart-Örgeli-Rock mit Jodeleinlagen bezeichnen.

Volksmusikalisch waren die SMA auch eröffnet worden – Bligg wurde bei seinem Auftritt von Jodlern begleitet. Der Musiker und Rapper sang einige seiner bekannten Songs sowie seine neue Single «Galerie». Und Beatrice Egli trat gegen Ende der Show mit «Heimweh» auf.

Junge Schweizer Musikschaffende

Zoë Më erhielt die Auszeichnung als «Best Breaking Act». Der Durchbruch gelang ihr mit dem poetischen Auftritt am Eurovision Song Contest (ESC). «Ich schreibe Songs, seit ich 10 Jahre alt bin», sagte Zoë Më in ihrer Dankesrede. Umso schöner sei es, wenn die Arbeit gesehen wird.

Mit ihr nominiert waren auch die Rapper DVW & NAIJA03 und Heimatliebi, die Formation bestehend aus Urs Fischer jun., Andreas «Schibä» Scheiben und Adamo Häller, die sich dem «Stadion-Ländler» verschrieben hat.

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Zoë Me wurde als Best Breaking Act ausgezeichnet. - keystone

Die im Jura aufgewachsene Künstlerin Baby Volcano, die bürgerlich Lorena Stadelmann heisst, erhielt den Stein als Bester Act aus der Romandie. Sie singt und rappt auf Spanisch und Französisch über schwere, progressive Beats. Baby Volcano war auch als bester Live-Act nominiert, hier setzte sich aber Hecht durch.

Ebenso im Rap zuhause ist der Berner Jule X. Er wurde ausgezeichnet als «Most Rising Artist Social Media». Sein Berner Kollege und Indie-Pop-Musiker EDB und die junge Rapperin Lou Kaena aus Zürich waren mit ihm im Rennen um die Auszeichnung.

Die Zürcher Songwriterin, Gitarristin und Produzentin Nina Valotti gewann in der Newcomer-Kategorie «SRF 3 Best Talent». 2025 hatte sie ihr Debütalbum «Fang nomal a» veröffentlicht. Ihr Mundart-Pop dreht sich um Zweifel, versprüht aber auch Aufbruchstimmung.

Miss C-Line holt Artist Award

Die Neo-Soul-Künstlerin Miss C-Line wurde mit dem einzigen Preis des SMA ausgezeichnet, bei dem andere Schweizer Musikschaffende bestimmen, wer ihn verdient hat. Chancen hatten auch Troubas Kater oder die Elektro-Punk-Künstlerin Camilla Sparksss aus Lugano, die jedoch nicht anwesend war.

Hörst du Schweizer Musik?

«Es war nicht immer einfach», sagte die Künstlerin in ihrer Dankesrede auf Englisch. In der Musikindustrie sei ihr oft gesagt worden, sie müsse sich mehr auf ein Genre fokussieren, so die Multiinstrumentalistin auf der SMA-Bühne. Daher sei sie froh, dass auch Genreübergreifendes Platz am Anlass Platz habe.

Bastian Baker, Lo & Leduc, JJ

Der bekannteste Schweizer Musikpreis wurde in 14 Kategorien verliehen. Aufgeteilt in nationale und internationale Kategorien, wurde geehrt, wer besonders auf sich aufmerksam machte. An der erneut vom Moderatorinnenduo Melanie Winiger und Annina Frey geleiteten Show traten Musikschaffende des Landes auf. So etwa der siebenfache SMA-Träger Bastian Baker. Er trat gemeinsam mit seinem Schützling Soleroy auf, Baker ist Mentor des 23-jährigen Solothurners.

Und auch das Berner Duo Lo & Leduc war auf der SMA-Bühne. Mit der Luzerner Musikerin performte es das gemeinsame Lied «Altpapier», das sie im Februar veröffentlicht hatten. Gastauftritt hatte auch JJ, der aktuelle ESC-Champion aus Österreich.

Im Publikum sassen prominente Gäste aus der Schweizer Musikszene. Darunter befanden sich Dabu Fantastic, die letztes Jahr ausgezeichnet wurden, Baschi, Stefanie Heinzmann oder die diesjährige Schweizer ESC-Teilnehmerin Veronica Fusaro.

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