Grenzschliessung in Syrien - Organisationen warnen vor Folgen

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    In Syrien droht mit einer Grenzschliessung die Verschlimmerung der humanitären Krise. Eine UN-Resolution läuft aus, die die Lieferung von Hilfsgütern sichert.

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    Eine Strasse in Syrien. (Archiv) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hilfsorganisationen warnen vor einer Verschlimmerung der humanitären Krise in Syrien.
    • Grund dafür ist die drohende Schliessung eines Grenzübergangs.
    • Am 10. Januar läuft eine Resolution aus, die die Lieferung von Hilfsgütern sicherstellt.

    Angesichts der drohenden Schliessung eines Grenzübergangs warnen Hilfsorganisationen vor einer Verschlimmerung der humanitären Krise in Syrien. Die Menschen seien vor allem jetzt im Winter auf eine grenzüberschreitende Hilfe angewiesen, mahnten die Welthungerhilfe und die Malteser am Freitag.

    Grund für die Sorge ist eine am 10. Januar auslaufende UN-Resolution. Sie stellt sicher, dass Hilfsgüter der Vereinten Nationen über die Türkei auch in syrische Regionen gebracht werden, die nicht von der Regierung kontrolliert werden.

    Am Montag will der Sicherheitsrat in New York eine Verlängerung der grenzüberschreitenden Hilfen für sechs weitere Monate beschliessen. Die Unterstützung wurde bereits in der Vergangenheit mehrere Male verlängert, beim letzten Mal im Juli hatte es allerdings tagelange Verhandlungen dazu gegeben.

    Baschar al-Assad Syrien Liga
    Syriens Staatschef Baschar al-Assad. - AFP/Archiv

    Russland hatte ein Veto gegen einen Resolutionsentwurf eingelegt, der eine Fortsetzung der Regelung um ein weiteres Jahr vorsah und schliesslich nur einer Verlängerung um sechs Monate zugestimmt. Moskau unterstützt Syriens Machthaber Baschar al-Assad und bevorzugt es deshalb, Hilfstransporte über die von Assad kontrollierte Hauptstadt Damaskus abzuwickeln. Im Sommer musste der Grenzübergang Bab al-Hawa wegen der anhaltenden Gespräche vorübergehend schliessen.

    Im Nordwesten des Landes sind den Maltesern zufolge bereits jetzt mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge von Unterernährung betroffen. «Nach beinahe zwölf Jahren Krieg hat sich die Situation für die Menschen in Syrien in den vergangenen Monaten noch einmal verschlechtert», sagte Thomas Weiss von der Hilfsorganisation. Andere Organisationen können ihm zufolge die Lücke, die durch den Wegfall der UN-Hilfslieferungen entstehen würde, nicht füllen.

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