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    Greenpeace protestiert vor Fehmarn gegen russische Öltanker

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    Russland,

    Russland liefert weiter Millionen Tonnen von Öl, Gas und Kohle nach Europa. Damit wird vor allem der Krieg in der Ukraine angeheizt, kritisiert Greenpeace. Und fordern einen umgehenden Stopp.

    Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace malen den Schriftzug «Oil fuels war» auf den Rumpf eines Schiffes, das russisches Öl auf der Ostsee transportiert.
    Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace malen den Schriftzug «Oil fuels war» auf den Rumpf eines Schiffes, das russisches Öl auf der Ostsee transportiert. - Frank Molter/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Schlauchbooten und im Wasser haben am Mittwochfrüh 20 Umweltaktivisten von Greenpeace vor Fehmarn gegen Ölimporte aus Russland protestiert.

    Mit gelber Farbe malten sie in rund 1,5 Meter grossen Buchstaben «Oil fuels war» (etwa: Öl heizt Krieg an) an die Wand des 100.000 Tonnen Rohöl fassenden Tankers «Stamos», der Öl aus dem russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Rotterdam liefert, wie die Umweltorganisation am Mittwoch mitteilte. «Mit den Exporten von Öl, Kohle und Gas finanziert Putin den Krieg in der Ukraine», sagte der Greenpeace-Ölexperte Manfred Santen.

    Die Umweltschützer fordern, dass die Transporte von Millionen Tonnen fossiler Energieträger täglich über die Ostsee in westeuropäische Häfen schnellstmöglich ausgesetzt werden. Greenpeace zählte nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn 237 Tanker, die Russland mit Öl und Gas verliessen - viele von ihnen mit dem Ziel Europa.Einfuhr weiter möglichGreenpeace-Aktive protestieren seit Wochen in Deutschland und anderen Staaten der Europäischen Union (EU), zuletzt auf der Ostsee vor Dänemark, gegen die Importe.

    Die Einfuhr von Gas, Öl und Kohle aus Russland bleibt trotz weitreichender EU-Sanktionen wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine weiter möglich, weil Länder wie Deutschland die Energieversorgung der EU ohne die Lieferungen für nicht gesichert halten. Greenpeace fordert eine Umstellung auf erneuerbare Energien und einen Importstopp für Gas, Öl und Kohle aus Russland.

    «Der EU-Gipfel an diesem Donnerstag muss dringend Beschlüsse für ein schnelles Energieembargo gegen Russland fassen», sagte der deutsche Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es sei nicht zu verantworten, dass die EU-Staaten mit ihren Zahlungen für Energielieferungen täglich Hunderte Millionen in Putins Kriegskasse spülten.

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