Greenpeace: Meeresschutzziel wird erst in 265 Jahren erreicht
Beim bisherigen Tempo wird das globale Meeresschutzziel laut Greenpeace erst in 265 Jahren erreicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut Greenpeace sind erst 3,5 Prozent der Weltmeere vor zerstörerischen Eingriffen geschützt.
- Vernetzte Schutzgebiete im Atlantik sollen wandernde Meerestiere besser schützen.
- Die Schweiz hat den globalen Ozeanvertrag unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert.
Derzeit seien gemäss Greenpeace lediglich 3,5 Prozent der Weltmeere vor zerstörerischen menschlichen Aktivitäten wie Überfischung oder Tiefseebergbau geschützt.
Die Staatengemeinschaft hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Ozeane zu schützen.
Die neue Studie mit dem Titel «Well Connected» zeigt insbesondere die Gefahren für wandernde Meerestiere auf.
Aktivisten schlagen neue Schutzgebiete im Atlantik vor
So lägen 80 Prozent der Lebensräume, in denen Lederschildkröten einem mittleren bis hohen Beifangrisiko ausgesetzt seien, ausserhalb der vorgeschlagenen Schutzgebiete.
Greenpeace schlägt deshalb ein Netz zusammenhängender Schutzgebiete im Atlantik vor.
Dieses würde 31 Prozent der atlantischen Hohen See abdecken und wichtige Lebensräume miteinander verbinden.
Zudem könnten damit fast 45 Prozent der Gefahrenzonen für Buckelwale geschützt und das Risiko von Schiffskollisionen verringert werden.
Insgesamt bezeichnet die Umweltorganisation 17 Gebiete, die im Rahmen des globalen Ozeanvertrags vollständig geschützt werden sollten.
«Die Regierungen müssen dringend die Lücke zwischen Verpflichtungen und Taten schliessen», forderte Greenpeace in der Mitteilung.
Auch die Schweiz hat den globalen Ozeanvertrag unterzeichnet, bislang aber nicht ratifiziert.
Die Vernehmlassung zum neuen Hochseeschutzgesetz, das die Grundlage für die Ratifikation bilden soll, endete Anfang Oktober.















