Golf bleibt nach neuen Angriffen wirtschaftlicher Brennpunkt

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    Qatar,

    Die Spannungen am Golf haben sich nach neuen Angriffen zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft. Die Folgen reichen bis zu Handel und Finanzmärkten.

    iran
    Saudi-Arabien transportiert wegen des Iran Konflikts deutlich mehr Öl durch die Strasse von Hormus. - AP

    Trotz eines vor knapp zwei Wochen geschlossenen Rahmenabkommens griffen die USA erneut Ziele an der iranischen Südküste an. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Bahrain.

    Beide Seiten werfen sich den Bruch des Waffenstillstands vor und halten an ihren gegenseitigen Vorwürfen fest. Dennoch sollen die Gespräche zwischen Vertretern der USA und des Iran nach bisherigen Planungen am Dienstag in Doha fortgesetzt werden.

    Die Strasse von Hormus bleibt am Golf einer der wichtigsten Streitpunkte zwischen Washington und Teheran. Die «Tagesschau» berichtet, dass die Passage weiterhin eingeschränkt bleibt und mit iranischen Stellen abgestimmt werden muss.

    Staaten am Golf suchen neue Exportwege

    Rund ein Viertel des weltweiten Öltransports auf dem Seeweg verläuft normalerweise durch die Strasse von Hormus. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und der Irak investieren deshalb verstärkt in Pipelines sowie Strassen- und Schienenverbindungen.

    Glaubst du, dass sich die Lage am Golf in den kommenden Wochen wieder entspannen wird?

    Saudi-Arabien prüft zusätzliche Öllager im Ausland, während der Irak seine Pipelinekapazitäten und Tanklasttransporte zum Mittelmeer ausbauen möchte. Auch die Reedereien MSC und Maersk setzen zunehmend auf kombinierte See- und Landtransporte für Lieferungen.

    Die neuen Routen sollen die Abhängigkeit am Golf von der Meerenge langfristig verringern und den Handel absichern. Der «Tagesspiegel» verweist zudem auf milliardenschwere Verluste und einen historischen Energieschock infolge der Krise.

    Börsen reagieren zurückhaltend

    Die jüngsten Angriffe führten an den asiatischen Finanzmärkten lediglich zu begrenzten Kursverlusten. Anleger rechnen derzeit offenbar nicht mit einer dauerhaften Sperrung der Strasse von Hormus.

    golf aktien
    ie Entwicklungen am Golf sorgten vor allem bei KI- und Chipaktien für Zurückhaltung an den Börsen. (Archivbild) - keystone

    Während Öl- und Devisenmärkte kaum reagierten, gerieten vor allem KI- und Chipwerte unter Druck. Der japanische Nikkei-225 verlor zeitweise 0,7 Prozent, während andere wichtige Börsen nur leicht nachgaben.

    Viele Investoren richten ihren Blick nun auf die geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Katar. Das «Handelsblatt» berichtet, dass die Märkte trotz der jüngsten Eskalation weiterhin auf eine diplomatische Lösung setzen.

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    Kommentare

    User #3215 (nicht angemeldet)

    Es ist nicht Sache der USA, da zu bestimmen. Es sollten nur die Anrainer da Ihr Veto einlegen dürfen. Die USA will es nur mit Brechstange und die Kosten sollen die geschädigten selber bezahlen!

    User #6021 (nicht angemeldet)

    Bleib geschlossen, weil USA und Israel haben sich viele Fehler deiner Regierung vorgenommen und nicht das Frieden erreicht hat.

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