Katar will «in einigen Wochen» wieder Flüssigerdgas herstellen

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Katar will bald wieder mehr Flüssigerdgas (LNG) produzieren. «Innerhalb weniger Wochen wird die Produktion wieder auf ein normales Niveau steigen», sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani der «Financial Times».

Katar will bald wieder mehr Flüssigerdgas (LNG) produzieren. «Innerhalb weniger Wochen wird die Produktion wieder auf ein normales Niveau steigen», sagte Katars Ministerpräsident Moha...
Katar will bald wieder mehr Flüssigerdgas (LNG) produzieren. «Innerhalb weniger Wochen wird die Produktion wieder auf ein normales Niveau steigen», sagte Katars Ministerpräsident Moha... - KEYSTONE/EPA/HANNIBAL HANSCHKE

Eine Ausnahme sei die Gasanlage Ras Laffan, die durch iranische Angriffe im Krieg und zuletzt durch eine Explosion beschädigt wurde. «Unsere Teams werden schon seit ein paar Wochen mobilisiert», sagte Scheich Mohammed in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Der staatliche Energiekonzern Qatar Energy bereite sich auf einen normalen Betrieb vor, sobald sich auch die Lage in der Strasse von Hormus wieder normalisiere.

Der Zustand der «höheren Gewalt» (Force Majeure) für die ausgesetzten LNG-Lieferungen soll aber erst aufgehoben werden, wenn «alle Fragen geklärt seien und der Betrieb sicher sei», hiess es weiter.

Unter «Force Majeure» wird ein von Aussen kommendes, unvorhersehbares Ereignis verstanden, welches ausserhalb der Kontrolle der Vertragsparteien liegt. Darunter können Krieg, Naturkatastrophen oder Pandemien fallen, die dazu führen, dass eine Leistung nur unzureichend oder gar nicht erfüllt werden kann. Die Erklärung entbindet einen Vertragspartner rechtlich von seinen Lieferpflichten.

Katar ist einer der grössten Produzenten von Flüssigerdgas und deckt normalerweise ungefähr ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Im Zuge des Iran-Kriegs wurden die Produktion und der Export von LNG-Flüssiggas aus dem arabischen Land über die Strasse von Hormus gestoppt.

Laut einem Abkommen von 2022 will Katar ab dem laufenden Jahr 2026 an auch LNG nach Deutschland liefern. Die geplante Menge könnte etwa drei Prozent des deutschen Jahresbedarfs decken. Das US-Unternehmen Conoco Phillips soll im Rahmen der Vereinbarung zu einem Flüssiggasterminal in Brunsbüttel liefern.

Der Krieg begann vor rund vier Monaten mit Angriffen der USA und Israels im Iran. Nach einem Rahmenabkommen laufen nun Verhandlungen über eine endgültige Vereinbarung zu einem Kriegsende. Auch der Schiffsverkehr über die Strasse von Hormus soll wieder normal laufen.

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