Allianz: Über tausend Schiffe sitzen im Persischen Golf fest

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Im Persischen Golf sitzen nach Allianz-Analyse ungeachtet des Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankriegs noch etwa 1150 Schiffe fest. Der grösste deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar.

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    Die USA und der Iran haben sich nach dreieinhalb Monaten Krieg auf ein Rahmenabkommen geeinigt - doch für viele der im Persischen Golf festsitzenden Schiffe hat der quälende Stillstan... - keystone

    Der grösste deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar. Eine Auflösung dieses Staus würde demnach auch bei einer Normalisierung der Verhältnisse mehrere Wochen dauern. «Die Schifffahrt ist eine Geisel dieses Konflikts», sagte Justus Heinrich, ein leitender Schifffsversicherungsexperte der Tochtergesellschaft Allianz Commercial.

    Der Iran hatte am Wochenende eine neuerliche Sperrung der Strasse von Hormus angekündigt und das mit der Nichteinhaltung der vereinbarten Waffenruhe im Südlibanon begründet. Folge ist nach Worten des Allianz-Fachmanns anhaltende Unsicherheit auf dem Meer: «Die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) und auch deutsche Reeder (VDR) sagen, dass sie die Gefahr für Mannschaften und Schiffe noch nicht abschätzen können.» So lange fahren die Schiffe auch nicht.«

    Der Iran verfüge über einen sehr grossen Hebel, da zwischen 20 und 25 Prozent des globalen Handels mit Öl und Flüssiggas durch die Strasse von Hormus verlaufen. «Man kommt immer wieder an den Punkt, an dem der Iran das Heft des Handelns hinsichtlich der Situation für die Schifffahrt in der Hand hat», sagte Heinrich. Der Schifffahrtsfachmann verwies auf die Gründung der neuen iranischen Verwaltungsbehörde für den Persischen Golf und die Strasse von Hormus (PGSA). Diese solle die Versicherung der gesamten Schifffahrt in der Strasse von Hormus kontrollieren bzw. bestätigen, sagte Heinrich. «Die Route an der Küste des Omans gilt dabei nach jetzigem Stand als Verstoss gegen die Regeln des Iran mit allen möglichen Konsequenzen» – letztere Route hatte das US-Militär empfohlen.

    «Auch wenn sich die Verhältnisse normalisieren, würde es mit Sicherheit Wochen dauern, bis alle festsitzenden Schiffe die Strasse von Hormus passiert haben», sagte Heinrich. Nach einem Bericht der britischen BBC haben seit 18. Juni – dem Tag nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens – lediglich 170 Schiffe die Meerenge passiert. Vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran durchquerten laut Allianz täglich etwa 140 Schiffe die Strasse von Hormus. Nach Heinrichs Worten spielen dabei auch ganz alltägliche Probleme eine Rolle: «Viele Schiffe müssten technisch geprüft werden, da zum Beispiel die Hauptmaschine lange nicht in Betrieb war oder einige Ersatzteile an Bord ausgegangen sein könnten.» Viele Schiffe müssten auch Treibstoff aufnehmen.

    Auch der Schiffsverkehr auf dem für die Weltwirtschaft noch bedeutenderen kürzesten Seeweg von Ostasien nach Europa durch das Rote Meer und den Suezkanal ist nach Angaben des Allianz-Experten nach wie vor stark beeinträchtigt. Dort bedrohen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen bereits seit dem Beginn des Gazakriegs im Herbst 2023 die internationale Schifffahrt. Folge ist, dass die meisten Reedereien nach Heinrichs Worten ihre Schiffe auf den mehrere tausend Seemeilen längeren Umweg um Afrika herum schicken. «Wir haben 80 Prozent weniger Schiffe, die den Suezkanal passieren.»

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    Kommentare

    User #3955 (nicht angemeldet)

    also wurde nichts gelöst, weil Schiffe nicht fahren können.... ganz blöd mit Iran.... die kontrollieren die ganze Welt. es ist an der Zeit sich eine andere Lösung zu suchen!

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Erst soll der Agressor die okkupierte Teile von Libanon verlassen

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