Wegen übler Nachrede muss eine australische Zeitung dem Hollywood-Schauspieler Geoffrey Rush eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen.
Geoffrey Rush siegt vor Gericht
Geoffrey Rush siegt vor Gericht - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Zeitung wegen übler Nachrede verurteilt.

Wie australische Medien berichteten, entschied ein Gericht am Donnerstag, der in Sydney erscheinende «Daily Telegraph» müsse zwei Millionen US-Dollar (1,8 Millionen Euro) an Rush zahlen. Das Blatt hatte 2017 auf seiner Titelseite einen Bericht veröffentlicht, wonach Rush eine Kollegin sexuell belästigt haben soll.

Dem Bericht zufolge soll bei der Sydney Theatre Company eine Beschwerde eingegangen sein, wonach Rush während Arbeiten an dem Shakespeare-Stück «König Lear» eine Kollegin unangemessen berührt habe.

Das Gericht in Sydney war zu dem Schluss gekommen, dass der «Telegraph»-Bericht «unbesonnen verantwortungslosen Sensationsjournalismus» darstelle. Die Zeitung, die zum Imperium des Medienmoguls Rupert Murdoch gehört, legte dagegen zunächst Berufung ein.

Die Rush nun zugesprochene Summe ist nach Angaben der Tageszeitung «The Age» die höchste Entschädigungszahlung, die jemals eine Einzelperson in Australien erhält. Das Land ist bekannt für seine strengen Gesetze gegen üble Nachrede.

Rush ist unter anderem durch seine Rolle als Sprecherzieher des britischen Königs Georg VI. in «The King's Speech» und als Captain Hector Barbossa in der «Fluch der Karibik»-Reihe bekannt. Für seine Darstellung eines psychisch kranken Pianisten in dem Drama «Shine - Der Weg ins Licht» wurde er 1997 mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.

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