Gandhi-Aufzeichnungen erzielen bei Auktion Millionenerlös
Eine Sammlung von täglichen Aufzeichnungen des indischen Nationalhelden Mahatma Gandhi hat bei einer Auktion in Mumbai 1,7 Millionen US-Dollar eingebracht.

Noch nie sei weltweit ein indisches historisches Dokument für so viel Geld versteigert worden, teilte das Auktionshaus Saffronart mit. Gandhi (1869-1947) führte Indien durch gewaltlosen Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft zur Unabhängigkeit.
Die Aufzeichnungen stammen den Angaben zufolge aus der Sammlung der Familie des einstigen Gandhi-Vertrauten Anand T Hingorani. Sie umfassten «moralische Reflexionen und persönliche Anleitung», die Gandhi über einen Zeitraum von fast zwei Jahren für Hingorani niedergeschrieben habe.
«Diese Reflexionen gewähren einen seltenen Einblick darin, wie Gandhi die Prinzipien, die er öffentlich vertrat, auch tatsächlich lebte – was sie zu einem besonders wertvollen Zeugnis seines Denkens und Handelns macht», wurde der Mitgründer von Saffronart, Dinesh Vazirani, zitiert.
Hingorani hatte Gandhi 1930 erstmals getroffen. Er beteiligte sich auch am sogenannten Salzmarsch, durch den Gandhi und tausende Anhänger friedlich das britische Salzmonopol brechen wollten. Gandhi verkündete das Ende des Widerstands, als die britische Regierung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf die Forderungen nach der indischen Unabhängigkeit einging.
Bei der Auktion am Mittwoch wurden zudem Manuskripte Gandhis, zwei Briefe von ihm über die «spirituelle Übung des Spinnens» sowie Fotografien und persönliche Artikel aus der Hingorani-Sammlung verkauft.










