1970 starben bei einem Flugzeugabsturz in Würenlingen 47 Menschen. Jetzt ist der Verantwortliche des blutigsten Terroranschlags der Schweizer Geschichte tot.
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Ahmed Jibrils Organisation soll für den Bombenanschlag auf den Swissair-Flug SR 330 verantwortlich sein. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ahmed Jibril gilt als Verantwortlicher für den Flugzeugabsturz 1970 in Würelingen.
  • Beim schlimmsten Terroranschlag in der Schweizer Geschichte starben 47 Menschen.
  • Der Gründer der radikalen PFLP-GC starb jetzt in Damaskus eines natürlichen Todes.

Der Gründer der radikalen Organisation Volksfront zur Befreiung Palästinas - Generalkommando (PFLP-GC) ist tot. Ahmed Dschibril starb in einem Krankenhaus in Damaskus, wie ein Sprecher der Gruppe der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch auf Nachfrage bestätigte. Der PFLP-GC wird vorgeworfen, für den Bombenanschlag auf die Swissair im Jahr 1970 bei Würenlingen AG mit 47 Toten verantwortlich zu sein.

Würenlingen
Die Beerdigung der Todesopfer des Terroranschlags auf die Swissair-Maschine. - Keystone

47 Tote in Würelingen - Nie Veruteilt

Der Flug war unterwegs von Zürich nach Tel Aviv. Zu einer Verurteilung kam es nie. Zudem soll der sogenannte Lockerbie-Anschlag mit 270 Toten im Dezember 1988 über dem schottischen Lockerbie auf die Kosten der Gruppe gehen. Die Organisation verübte ausserdem in den 1970er und 1980er Jahren Anschläge in Israel.

Swissair Würenlingen
Bild der Verwüstung: Feuerwehrleute und Polizisten suchen die Absturzstelle im Wald von Würenlingen AG ab. (Archivbild) - Keystone

Die PFLP-GC hatte sich unter Dschibrils Führung 1968 von der marxistischen PFLP abgespalten. Dschibril, ein früherer Offizier der syrischen Armee, war ein entschiedener Befürworter des bewaffneten Kampfes gegen Israel.

Dschibril hatte enge Beziehungen zum Iran und galt als treuer Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die PFLP-GC kämpfte an der Seite der syrischen Regierungstruppen im Bürgerkrieg.

Nach Angaben der israelischen Zeitung «Times of Israel» soll Dschibril eines natürlichen Todes gestorben sein. Laut der libanesischen Tageszeitung «Al-Akhbar» wird er am Freitag beerdigt.

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