GC – Scheiblehner: «Einige haben Derby-Form nicht gefunden»
Nach dem 1:2 im Zürcher Derby analysiert der Trainer von GC, Gerald Scheiblehner, schonungslos die eigenen Schwächen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der FCZ gewinnt das Derby und baut den Vorsprung auf GC auf zehn Punkte aus.
- GC-Coach Scheiblehner kritisiert GC-Offensive und fehlende «Derby-Form» einzelner Spieler.
- FCZ-Coach Hediger lobt die Effizienz und spricht von wichtigem Sieg für seinen Verein.
Das 291. Zürcher Derby endet mit einem 2:1-Sieg des FC Zürich – und mit einer selbstkritischen Analyse auf GC-Seite. Während FCZ-Trainer Dennis Hediger vor allem Effizienz und Derby-Bilanz hervorhebt, richtet Grasshoppers-Coach Gerald Scheiblehner den Blick auf die eigenen Defizite.
Gleich zu Beginn der Pressekonferenz widerspricht Scheiblehner der These, die bessere Defensive habe das Spiel entschieden. «Nein, das kann man so nicht sagen. Ich war eigentlich mit der Abwehr nicht unzufrieden – alle drei waren sehr solide.»
Vielmehr sieht Scheiblehner einmal mehr ein Problem bei der Leistung im Ballbesitz. «Vor allem in der ersten Hälfte haben wir uns nicht durchgesetzt und zu wenig Bälle gehalten. Einige Spieler haben heute nicht die Derby-Form gefunden, auch von der Schärfe her und das hat mich gestört.»
Dass GC erst nach dem Anschlusstreffer in der Schlussphase richtig Druck entwickelte, beschäftigt den Trainer ebenfalls. «Es werden sich hier viele Fragen, warum das so war – hoffentlich auch die Spieler. Natürlich ist es aber immer Spielverlauf abhängig.
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Er hätte gerne ein frühes 1:0 gegen den FC Zürich gesehen, das das Spiel eine andere Dynamik erhalten hätte. «Diese Führung konnten wir uns aber heute nicht erarbeiten. Darum ist das Spiel dann auch so verlaufen – wir haben es in der Hand gehabt, aber dann nicht geschafft.»
Trainer von GC sieht keine neue Ausgangslage in der Tabelle
In seiner Gesamtanalyse spricht Scheiblehner von einem Spiel, das seinem Team früh entglitten sei. «Ich denke, dass wir ganz gut ins Spiel gekommen sind. Wir hatten auch sehr gute Torchancen, dann gefühlt aber aus dem Nichts in Rückstand geraten.«
Der FCZ habe sie dann kontrolliert und gut verteidigt: «Wir waren nicht durchschlagskräftig genug.» Am Ende habe über die gesamte Partie «von einzelnen Spielern das Gift" für einen Derby-Sieg gefehlt. «Es war weshalb zum Schluss auch ein verdienter Sieg für den FCZ.»
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Trotz der Niederlage sieht der GC-Coach keine neue Lage im Tabellenkeller. «Es ist nicht so, dass wir jetzt durch dieses Spiel in den Abstiegskampf rutschen. Wir wissen schon die ganze Saison, dass wir im Abstiegskampf sind.»
Ein Sieg hätte Luft verschafft, doch die Ausgangslage bleibe gleich. Man müsse «stabiler werden und vor allem Durchschlagskraft haben – das ist wichtig für die nächsten Spiele.»
FC-Trainer: «Wir haben in dieser Saison eine positive Derby-Bilanz»
Ganz anders die Stimmung beim Stadtrivalen. FCZ-Trainer Dennis Hediger zeigte sich zufrieden mit Auftritt und Resultat: «Unter dem Strich bin ich sehr zufrieden. Wir haben in dieser Saison nun eine positive Derby-Bilanz und das ist für den Verein extrem wichtig.«
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Seine Mannschaft habe nach einer schwierigeren Anfangsphase die Kontrolle übernommen: «Das 1:0 machen wir im genau richtigen Moment und dann hatten wir das Spiel gut unter der Kontrolle.»
Den späten GC-Anschlusstreffer ordnet er als unnötigen Spannungsmoment ein. Mit «einem einfachen Ballverlust» habe man den Gegner nochmals zurückgebracht. Insgesamt habe sein Team aber «gut verteidigt» und er sei «sehr, sehr happy» über den Erfolg.
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Auch die Unterstützung der eigenen Fans hob Hediger hervor. Der Besuch sei «ein Boost sicherlich. Das erleben wir jede Woche – unsere Auswärtsspiele sind oft Heimspiele.» Gerade in einer «Achterbahn-Saison» sei es schön, «ein bisschen was zurück geben zu können».
Die tabellarische Wirkung nahm Hediger zwar zur Kenntnis, stellte aber die emotionale Bedeutung des Derbys in den Vordergrund. «Es ist und bleibt ein Derby-Sieg – die Tabelle ist das andere. Wichtig ist das Gefühl nach dem Spiel»
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So geht's weiter für GC und FCZ
Sportlich entschied der FCZ das qualitativ überschaubare Derby im Letzigrund durch Treffer von Damienus Reverson (31.) und Philippe Kény (51.) für sich.
GC kam durch Luke Plange (81.) nochmals heran, blieb aber zum achten Mal in Folge ohne Sieg. Der FCZ hingegen vergrösserte den Abstand auf den Stadtrivalen und den Barrageplatz auf zehn Punkte.
Als nächstes empfangen die Grasshoppers am Sonntag in einer Woche Lugano (16:30 Uhr). Gleichzeitig bekommt es der FC Zürich auswärts mit den Young Boys zu tun.
| Super League - Super League: Regular Season (22.02.2026) | Sp | S | N | U | Tore | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 25 | 19 | 5 | 1 | 57:28 | 58 | |
| 2. | ![]() | 26 | 14 | 7 | 5 | 51:32 | 47 | |
| 3. | ![]() | 25 | 12 | 6 | 7 | 41:30 | 43 | |
| 4. | ![]() | 25 | 11 | 7 | 7 | 37:30 | 40 | |
| 5. | ![]() | 25 | 9 | 6 | 10 | 36:29 | 37 | |
| 6. | ![]() | 25 | 10 | 9 | 6 | 51:49 | 36 | |
| 7. | ![]() | 26 | 9 | 13 | 4 | 39:50 | 31 | |
| 8. | ![]() | 25 | 7 | 9 | 9 | 48:47 | 30 | |
| 9. | ![]() | 25 | 7 | 9 | 9 | 38:40 | 30 | |
| 10. | ![]() | 26 | 6 | 10 | 10 | 44:51 | 28 | |
| 11. | ![]() | 26 | 4 | 13 | 9 | 34:47 | 21 | |
| 12. | ![]() | 25 | 3 | 17 | 5 | 29:72 | 14 | |
| Super League - Super League: Regular Season (22.02.2026) | Sp | Pkt | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | ![]() | 25 | 58 | |
| 2. | ![]() | 26 | 47 | |
| 3. | ![]() | 25 | 43 | |
| 4. | ![]() | 25 | 40 | |
| 5. | ![]() | 25 | 37 | |
| 6. | ![]() | 25 | 36 | |
| 7. | ![]() | 26 | 31 | |
| 8. | ![]() | 25 | 30 | |
| 9. | ![]() | 25 | 30 | |
| 10. | ![]() | 26 | 28 | |
| 11. | ![]() | 26 | 21 | |
| 12. | ![]() | 25 | 14 | |
























