Nach heftigen Schusswechseln in einem Armenviertel in Rio de Janeiro sind mindestens 20 Personen ums Leben gekommen. Zehn davon sollen Kriminelle gewesen sein.
Polizei Brasilien
Sicherheitskräfte patrouillieren in der Favela Babilonia. In keinem anderen Land der Welt kommen so viele Menschen bei Polizei-Einsätzen ums Leben wie in Brasilien (Symbolbild). - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Rio de Janeiro kam es zu heftigen Ausschreitungen in einem Armenviertel.
  • Dabei sind bei Schusswechseln elf Personen getötet worden.
  • Zehn der Opfer sollen dabei Kriminelle gewesen sein.

Bei einem Polizei-Einsatz in einem Armenviertel der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Zehn der Toten seien Kriminelle gewesen, berichtete das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Polizei am Dienstag. Demnach wurde zudem eine Bewohnerin von Vila Cruzeiro versehentlich von einer Kugel getroffen. Mindestens zwei weitere Personen sind verletzt worden.

Augenzeugen zufolge war es in dem Armenviertel im Norden Rios zu heftigen Schusswechseln gekommen. Die Polizei wollte laut dem Bericht die Chefs des Verbrechersyndikats Comando Vermelho (Rotes Kommando) festnehmen. Die sollen sich dort versteckt haben. Neun Gewehre und vier Pistolen und eine Handgranate seien sichergestellt worden.

Vor etwa einem Jahr hatten Polizisten bei einer Razzia in Rio mindestens 28 mutmassliche Mitglieder von Drogenbanden getötet. Mächtige Banden ringen in den Armenvierteln um Kontrolle bei Drogenhandel und Schutzgeldgeschäften.

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