Edelweiss

Edelweiss fliegt über 400 Passagiere in die Schweiz

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Krieg im Iran hat die Schweizer Fluggesellschaften und das Aussendepartement auch eine Woche nach dem Beginn der Angriffe durch Israel und die USA beschäftigt. Am Samstag brachte Edelweiss mit zwei Flugzeugen 404 Passagiere aus dem Oman in die Schweiz. 4000 Schweizer Reisende möchten noch ausreisen.

Zwei Sonderflüge mit 404 Passagieren der Fluggesellschaft Edelweiss sind am Samstag aus dem Oman nach Zürich gestartet. (Archivbild)
Zwei Sonderflüge mit 404 Passagieren der Fluggesellschaft Edelweiss sind am Samstag aus dem Oman nach Zürich gestartet. (Archivbild) - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

Die beiden Direktflüge von Maskat und Salalah nach Zürich-Kloten ermöglichten blockierten Reisenden die Rückkehr aus dem Nahen Osten in die Schweiz. Um die Kapazitäten zu erhöhen, habe sie den für dieses Wochenende regulär geplanten Flug aus dem Oman nach Zürich auf zwei separate Flüge aufgeteilt, meldete die Edelweiss auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die beiden Flüge fanden gemäss Edelweiss in Abstimmung mit dem eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) statt. Ein Teil der zusätzlichen Sitzplätze sei dem EDA überlassen worden. Laut dem EDA hätten sich die Flüge auch an Reisende in den Vereinigten Arabischen Emiraten gerichtet.

Nicht alle der total 474 zur Verfügung stehenden Plätze waren letztlich besetzt, wie aus den Angaben der Edelweiss zu erfahren war. Insgesamt seien 70 Plätze leer geblieben. Alles verlief reibungslos, wie Edelweiss-Sprecher Andreas Meier am Abend auf Anfrage weiter sagte.

Unter den 404 Passagieren befanden sich gemäss einem Sprecher der Edelweiss 215 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürger. Die beiden Flüge waren am frühen Samstagmorgen im Oman gestartet und landeten um 16:30 und 18:30 Uhr in Zürich. Der Flug aus Salalah legte in Hurghada in Ägypten einen geplanten Zwischenhalt zum Auftanken ein. Weitere Flüge waren am Samstag von Emirates und Ethiad in Richtung Schweiz geplant.

Ein erster Sonderflug, durchgeführt von der Swiss, war am Donnerstagnachmittag aus Maskat im Oman mit 211 Schweizer Reisenden an Bord in Zürich gelandet. Weitere Spezialflüge waren Stand Samstagnachmittag nicht geplant.

Die Schweizerinnen und Schweizer, die nach der amerikanisch-israelischen Offensive und den Reaktionen Irans in der Golfregion festsitzen, müssen sich weiter gedulden. Am Samstagmittag waren gemäss Angaben des EDA noch 4039 Gestrandete auf der Travel-Admin-App registriert.

Das sind deutlich weniger als am Vortag, als das EDA noch von 5200 Personen gesprochen hatte, die aus der Golfregion ausreisen wollten. Dass die Anzahl Personen gesunken ist, dürfte auch mit den beiden Flügen der Gesellschaft Edelweiss vom Samstag zusammenhängen.

Die Lage in den Lufträumen und an den Flughäfen der Golfregion bleibt fragil. Einige von ihnen gingen zwar teilweise wieder in Betrieb, aber so musste am Samstagmorgen der Flughafen von Dubai vorübergehend wieder schliessen, nachdem sich naheZusammen eines Terminals eine Explosion ereignet hatte.

Ein Flug der Gesellschaft Emirates von Zürich nach Dubai musste anschliessend für längere Zeit über der Wüste Dubais warten. Er wurde schliesslich auf einen anderen Flughafen im Emirat umgeleitet, wie auf dem Trackingportal flightradar24.com nachzuverfolgen war. Das Portal «20 Minuten» hatte zuerst darüber berichtet.

Jens Fehlinger, der Chef der Fluggesellschaft Swiss, bestätigte in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF, dass sich die Gesellschaften von Tag zu Tag hangeln würden. Im Zweifelsfall stehe die Swiss immer auf der sicheren Seite für ihre Gäste und Beschäftigten.

Bei der Fluggesellschaft gebe es einen Krisenstab und man stehe in engem Kontakt mit dem EDA, erzählte Fehlinger. Es sei sehr herausfordernd, Sonderflüge zu organisieren. Aber, «wenn Hilfe benötigt wird, ist die Swiss bereit». Wichtig sei es, dass dann die Reisenden vor Ort nach Maskat gebracht werden könnten, da die Swiss vom Oman nach Zürich fliege.

Den Flugbetrieb ans wichtige Drehkreuz Dubai und ins israelische Tel Aviv setzt die Schweizer Fluggesellschaft vorläufig aus.

Der neue Krieg im Nahen Osten erschwere aber auch generell den Flugverkehr nach Asien, führte Fehlinger weiter aus. Und zwar weil nur noch drei schmale Routen über den Nordpol, die Türkei/Aserbaidschan und Saudi-Arabien in der Luft zur Verfügung stünden.

Die Kapazitäten seien aber derzeit ausreichend. Es gebe zwar viel mehr Verkehr auf diesen Routen, aber die Flüge könnten dort sicher durchgeführt werden. Um den finanziellen Schaden für die Swiss aufgrund der aktuellen Kriege zu beziffern, sei es noch zu früh, sagte Fehlinger.

Kommentare

User #6865 (nicht angemeldet)

Super Leistung ! ... - ich flog schon X- mal mit Edelweiss... !

User #3764 (nicht angemeldet)

Das Thema ist ausgelutscht. Die waren alle freiwillig dort, oder haben Billigflüge mit Zwischenlandungen gebucht. Also alle selber Schuld.

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