Ebolafieber wütet im Kongo – 3000 Personen erkrankt
Das Ebolafieber im Kongo hat bisher 3000 Personen infiziert. Die Epidemie wütet weiter – trotz zahlreicher Massnahmen, um die Krankheit einzudämmen.

Das Wichtigste in Kürze
- Bislang sind im Kongo rund 2000 Personen an Ebola gestorben.
- Trotz zahlreichen Massnahmen zur Eindämmung der Krankheit wütet die Epidemie weiter.
- Über 3000 Krankheitsfälle wurden bisher gemeldet.
- Etliche aktive Milizen erschweren, die Krankheit in den Griff zu bekommen.
Mehr als 3000 Menschen sind im Kongo bisher am Ebolafieber erkrankt. Und dass, obwohl Massnahmen zur Eindämmung der Epidemie getroffen wurden. Insgesamt wurden 3004 Krankheitsfälle gemeldet und 2006 Tote. Diese Zahlen wurden von kongolesischen Behörden am Freitag mitgeteilt.
Es sind die aktuellen Zahlen bis vergangenen Mittwoch. Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab bekannt, dass die Epidemie eine der grössten und schwierigsten humanitären Krisen ist. Die Organisation rief zu verstärkten Anstrengungen auf, um sie zu bewältigen.

Dass das dortige Gesundheitssystem gestärkt wird, sei von besonderer Dringlichkeit. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus fügte hinzu: Man müsse es mit den nötigen Mitteln ausstatten. Der Direktor werde zusammen mit Uno-Generalsekretär António Guterres an diesem Wochenende den Kongo besuchen.

Ebolafieber 2019: Schlimmste Epidemie seit 2014/2015
Seit rund einem Jahr wütet die Epidemie. Besonders betroffen: die Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Osten des Landes. In der Zwischenzeit wurden laut WHO rund 200'000 Menschen gegen das Virus geimpft.
Bereits 2014/2015 gab es eine verheerende Epidemie in Westafrika mit mehr als 11'000 Toten. Danach ist dies der bislang schlimmste Ausbruch. Die Krankheit in den Griff zu bekommen, ist besonder schwierig, weil in der Region etliche Milizen aktiv sind.

Im Nachbarland Uganda wurde gestern Freitag der vierten Ebola-Fall bestätigt. Das Ebolafieber sei bei einer Neunjährigen nachgewiesen worden. Sie war aus dem Kongo eingereist.
Die Lage im Kongo ist verheerend. Unter den 80 Millionen Einwohnern hätten vier Millionen Menschen wegen der Gewalt ihr Zuhause verlassen, so die WHO. Für 13 Millionen Menschen sei die Versorgung mit Lebensmitteln nicht gesichert.
In diesem Jahr grassierten neben Ebola auch die Cholera (15'000 Fälle) und die Masern (161'000 Fälle). Ausserdem sterben laut WHO jedes Jahr 48'000 Menschen an Malaria.












