Dutzende Corona-Infektionen nach religiöser Massenveranstaltung in Indien
Auf einer religiösen Massenveranstaltung im indischen Neu Delhi haben sich dutzende Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehrere Menschen starben daran.

Das Wichtigste in Kürze
- Behörden suchen nach rund 8000 Teilnehmern .
Die Behörden suchen nun fieberhaft nach den teilweise wieder abgereisten Teilnehmern, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wie Delhis Gesundheitsminister Satyendar Jain am Dienstag Journalisten sagte.
Der Nachrichtenagentur Press Trust of India zufolge waren rund 8000 Menschen teilweise aus anderen Bundesstaaten zu der Veranstaltung der islamischen Missionsbewegung Tablighi Jamaat nach Neu Delhi gekommen. Darunter befanden sich demnach auch rund 300 Menschen aus dem Ausland.
Inzwischen wurden Jain zufolge 335 Menschen ins Krankenhaus gebracht, weitere rund 700 wurden unter Quarantäne gestellt. Mindestens zehn Teilnehmer starben nach Behördenangaben. Behördenvertreter in Schutzanzügen sperrten am Montag und Dienstag die Strassen rund um das Religionszentrum ab.
Jain bezichtigte das Religionszentrum eines «schweren Verbrechens». Die Veranstaltung fand Mitte März statt, als die Regierung von Delhi gerade begann, Beschränkungen für grosse Versammlungen zu verhängen. Das Zentrum beteuerte hingegen, es habe alle Vorschriften eingehalten.
In Malaysia hatten sich Ende Februar auf einer Veranstaltung der Missionsbewegung Tablighi Jamaat mit 16.000 Teilnehmern ebenfalls zahlreiche Menschen mit dem Virus infiziert. Etwa die Hälfte der mehr als 2600 Infektionen in Malaysia wird mit dem Ereignis in Verbindung gebracht.










