Mit Einsetzen der Sommerferien in Südafrika verbreitet sich die neue Coronavirus-Variante Omikron nun rasch landesweit - scheint aber im bisherigen Epizentrum an Dynamik zu verlieren.
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet sich darauf vor, eine Person in einer Einrichtung auf COVID-19 zu testen. In Südafrika gibt es erste Anzeichen für eine Entspannung der Lage in der Corona-Pandemie. Das teilte am Freitag Gesundheitsminister Joe Phaahla mit. Foto: Denis Farrell/AP/dpa
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet sich darauf vor, eine Person in einer Einrichtung auf COVID-19 zu testen. In Südafrika gibt es erste Anzeichen für eine Entspannung der Lage in der Corona-Pandemie. Das teilte am Freitag Gesundheitsminister Joe Phaahla mit. Foto: Denis Farrell/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Denis Farrell

Das Wichtigste in Kürze

  • «Es gibt erste Anzeichen dafür, dass wir in der Gauteng-Provinz den Höhepunkt überschritten haben», sagte am Freitag Gesundheitsminister Joe Phaahla.

Der Grossraum um die Metropole Johannesburg und die Hauptstadt Pretoria habe bis Donnerstag bei den täglichen Neuinfektionen landesweit einen Anteil von 25 Prozent gehabt. Phaahla: «Zum Vergleich: Vor zehn Tagen stellte Gauteng noch 70 bis 80 Prozent der Neuinfektionen dar.»

Die von Omikron getriebene vierte Infektionswelle habe landesweit nun bei der Zahl der Neuinfektionen aber deutlich die Höchstwerte der vorangegangenen Wellen überschritten. Allerdings liegt die Zahl der Krankenhauseinweisungen deutlich unter denen vorangegangener Infektionswellen.

Laut Michelle Groome vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten (NICD) dominiert die Omikron-Variante nun am Kap das Infektionsgeschehen. Auffällig sei, dass zunehmend ältere Personen nun infiziert werden. Die Krankenhauseinweisungen hätten zwar prozentual zugenommen, kämen aber von einer relativ niedrigen Basis. Nach Angaben ihrer Kollegin Waasila Jassat nahm auch die Dauer der Krankenhausaufenthalte von Covid-Patienten drastisch ab im Vergleich zu vorangegangenen Infektionswellen - sie sank von bis zu zehn Tagen bei der dritten Welle auf nun weniger als die Hälfte. Es sei aber noch zu früh, daraus wissenschaftlich fundierte Schlüsse zu ziehen.

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