Die Corona-Pandemie führt weiterhin zu Einschränkungen des Reiseverkehrs und zu weiteren Restriktionen in aller Welt.
Corona-Test in Xi'an
Corona-Test in Xi'an - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Israel prüft zur Eindämmung von Corona-Pandemie vierte Impfung.

Angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante wurden am Montag unter anderem wegen Personalmangels der Fluggesellschaften weltweit mehr als 2100 Flüge gestrichen. In der nordchinesischen Stadt Xi'an, in der wegen eines Corona-Ausbruchs bereits ein Lockdown gilt, wurde die Nutzung privater Fahrzeuge weitgehend untersagt. In Israel begann derweil eine Studie zu einer vierten Corona-Impfung.

Bis Montagmittag wurden mehr als 2100 Flüge in aller Welt abgesagt, wie die Website «Flightaware» auflistete. Am stärksten davon betroffen waren China, Indonesien und die USA. Für das Weihnachtswochenende hatte die Website fast 8000 Flugstreichungen gezählt. Für Dienstag wurden zunächst gut 700 Flüge abgesagt. Die Streichungen hängen unter anderem mit einem akuten Personalausfall bei vielen Fluggesellschaften zusammen, weil viele Piloten und Flugbegleiter in Corona-Quarantäne sind.

In Xi'an kündigte die Stadtverwaltung am Montag die «strengsten sozialen Kontrollmassnahmen» an. Privatfahrzeuge dürfen in der nordchinesischen Millionenstadt demnach nur noch unterwegs sein, wenn ihre Fahrer direkt an der Eindämmung des dortigen Corona-Ausbruchs beteiligt sind. Die Einhaltung dieser Regel soll mit Fahrzeugkontrollen streng überwacht werden. Verstösse werden mit bis zu zehn Tagen Haft und einer Geldstrafe von 500 Yuan (69 Euro) geahndet.

In der 13-Millionen-Einwohner-Stadt war in diesem Monat der schwerste Corona-Ausbruch in China seit 21 Monaten festgestellt worden. Am Montag stieg die Zahl der Corona-Infektionen in Xi'an nach Behördenangaben um 150 auf rund 635 lokal übertragene Fälle seit dem 9. Dezember.

Bereits Mitte vergangener Woche war in Xi'an - Heimat der weltberühmten Terrakotta-Armee - ein Lockdown in Kraft getreten. Alle nicht wesentlichen Geschäfte und Betriebe wurden geschlossen, pro Haushalt darf nur ein Mensch alle drei Tage das Haus verlassen, um das Lebensnotwendige einzukaufen.

Zudem starteten die Behörden in Xi'an mehrere Massentests der Bevölkerung. Fast 30.000 Menschen wurden in Quarantäne-Hotels untergebracht. Die Bewegung innerhalb der Stadt und aus Xi'an hinaus wurde massiv eingeschränkt.

Den US-Behörden bereiten derweil Corona-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen Sorgen. Wie die Gesundheitsbehörde CDC am Sonntag mitteilte, stehen mehr als 60 Kreuzfahrtschiffe unter Beobachtung, nachdem die Zahl der von dort gemeldeten Corona-Infektionen die dafür gesetzte Schwelle überschritten hatte.

Laut «Washington Post» wurde mehreren der betroffenen Kreuzfahrtschiffe das Einlaufen in Häfen in der Karibik verweigert. «Ich fühle mich, als hätte ich die vergangene Woche auf einem Superspreader-Event verbracht», sagte die 34-jährige Ashley Peterson, Passagierin der «Carnival Freedom», der Zeitung.

Besorgniserregend ist zudem die Meldung der New Yorker Gesundheitsbehörden, angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante gebe es eine Zunahme der Krankenhauseinweisungen von Kindern. In der Stadt wurde demnach seit Anfang des Monats «ein vierfacher Anstieg der Covid-19-Krankenhauseinweisungen bei Kindern unter 18 Jahren festgestellt». Ungefähr die Hälfte dieser Patienten sei jünger als fünf Jahre. Unter Fünfjährige dürfen im Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen in den USA nicht gegen Corona geimpft werden.

In Israel startete am Montag eine Studie zu der Frage, ob nach der Booster-Impfung eine vierte Corona-Impfung sinnvoll ist. An der Untersuchung des Sheba-Krankenhaus am Rand von Tel Aviv beteiligen sich 150 Freiwillige unter den Mitarbeitern der Klinik, deren dritte Corona-Impfdosis mindestens vier Monate zurückliegt und bei denen es Hinweise auf abnehmende Antikörper gegen Covid-19 gibt. Die Probanden erhalten eine vierte Dosis des Corona-Vakzins von Biontech/Pfizer und werden sechs Monate lang beobachtet.

Die israelische Regierung erwägt derzeit die Empfehlung einer vierten Impfdosis für medizinisches Personal und Menschen ab 60 Jahren. Die Prüfung durch das Gesundheitsministeriums dauert aber noch an.

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