Antony Blinken hat vor einem Nachlassen im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) gewarnt. Es gebe trotz erheblicher Erfolge noch einige Arbeit zu erledigen.
G20 Ministerial Meeting of the Global Coalition to Defeat ISIS
Antony Blinken während des Treffens der IS-Koalition am 28. Juni 2021 in Rom. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Antony Blinken hat dazu aufgefordert, im Kampf gegen den IS nicht nachzulassen.
  • Das tat er im Rahmen eines Treffens der Anti-IS-Koalition in Rom.
  • Zuvor war der US-Aussenminister bei Papst Franziskus eingeladen.

US-Aussenminister Antony Blinken hat die Verbündeten aufgerufen, im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) nicht nachzulassen. Zwar seien in den vergangenen Jahren erhebliche Erfolge erzielt worden. Das sagte er am Montag in Rom bei einem Treffen der Anti-IS-Koalition, der 83 Staaten und internationale Organisationen angehören. «Aber es gibt noch Arbeit, die erledigt werden muss.»

Blinken verwies darauf, dass die Terrormiliz im Irak und in Syrien immer noch in der Lage zu grösseren Anschläge sei. Das habe eine Attacke mit 30 Toten in der irakischen Hauptstadt Bagdad im Januar gezeigt. Der US-Aussenminister warnte aber auch vor der Bedrohung, die vom IS in Afrika ausgeht.

Islamischer Staat
Ein Soldat im Irak vor einer Mauer mit der Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat. - keystone

Blinken setzte sich auch dafür ein, dass die in Syrien von Oppositionskräften inhaftierten ausländischen IS-Kämpfer in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Dort sollen sie vor Gericht gestellt werden. Zudem sagte er 436 Millionen US-Dollar zusätzlich für humanitäre Hilfe in der Krisenregion zu. Damit addierten sich die Hilfszahlungen der USA im Zusammenhang mit dem Syrien-Krieg auf insgesamt 13,5 Milliarden Dollar, sagte er.

Antony Blinken zu Gast beim Papst

Blinken hatte zuvor Papst Franziskus bei einer Audienz getroffen. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte dazu mit: Das Gespräch habe rund 40 Minuten gedauert und sei von einer «freundlichen Atmosphäre» gekennzeichnet gewesen. In der Regel nennt der Vatikan keine Details zum Inhalt persönlicher Audienzen.

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US-Aussenminister Antony Blinken während des Besuchs bei Papst Franziskus. - Keystone

Der IS hatte im Sommer 2014 grosse Gebiete im Norden des Irak in seine Gewalt gebracht. Kurz darauf riefen die Dschihadisten ein Kalifat aus. Dazu gehörten auch die von ihnen kontrollierten Regionen im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien.

Unter Führung der USA wurde daraufhin die Anti-IS-Koalition gegründet. Diese wirkte massgeblich daran mit, den IS bis März 2019 militärisch zu besiegen. Dennoch ist die Terrormiliz in beiden Krisenländern weiter aktiv und verübt immer wieder Anschläge.

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