In Mexiko wurden 20 Migranten aus Haiti und Venezuela entführt. Die bewaffnete Männer nahmen auch das Gästeregister mit und verwüsteten die Zimmer.
Mexikanische Polizisten führen Kontrollen durch (Symbolbild).
Mexikanische Polizisten führen Kontrollen durch (Symbolbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 20 Migranten wurden aus einem Hotel in Mexiko entführt.
  • Die bewaffneten Männer griffen bei einem Schichtwechsel an.

Rund 20 Migranten sind aus einem Hotel in Mexiko entführt worden. Bewaffnete Männer fuhren nach Zeugenaussagen in drei Transportern am frühen Dienstagmorgen zum Zeitpunkt eines Schichtwechsels vor dem Hotel in Matehuala vor. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí mit.

Sie richteten demnach Schäden in den Zimmern an und nahmen mehrere Gäste mit. Es handelt sich bei ihnen vermutlich um Männer und Frauen aus Haiti und Venezuela handelte. Einige Details waren den Angaben zufolge unklar, da auch das Gästeregister mitgenommen worden sei.

Viele Migranten wollen durch Mexiko in die USA

Mexiko ist ein Durchgangsland für Zehntausende Migranten, die jeden Monat versuchen, auf dem Landweg in die USA einzuwandern. Die meisten von ihnen stammen aus Mittelamerika, manche aber auch aus anderen Krisenländern der Region oder aus Afrika.

Häufig werden sie Opfer krimineller Gruppen, die unter anderem Migranten entführen, um von deren Angehörigen Lösegeld zu fordern. Mexiko setzt Soldaten ein, um Migranten lange vor Erreichen der US-Grenze aufzuhalten. Derzeit stecken in der südmexikanischen Stadt Tapachula, nahe der Grenze mit Guatemala, Tausende Menschen zum Teil seit Monaten fest, weil ihnen die Weiterreise verwehrt wird.