Afrikanische Behörden vermelden am Samstag, dass bei einer Operation dutzende Anhänger der Oromo-Befreiungsarmee getötet wurden. Darunter auch ein Anführer.
Äthiopische Polizisten, die Fahnen in den Farben der Nationalflagge halten, marschieren während einer Parade auf dem Meskel-Platz, um die neue Polizeiuniform zu präsentieren und an die Wahrung der Unparteilichkeit sowie das Respektieren des Gesetzes während der bevorstehenden Wahlen zu erinnern. Wenige Stunden vor der Wahl in Äthiopien melden die Behörden in Afrikas zweitgrösstem Land Erfolge im Kampf gegen Rebellen der Oromo-Befreiungsarmee OLA. Foto: Ben Curtis/AP/dpa
Äthiopische Polizisten, die Fahnen in den Farben der Nationalflagge halten, marschieren während einer Parade auf dem Meskel-Platz, um die neue Polizeiuniform zu präsentieren und an die Wahrung der Unparteilichkeit sowie das Respektieren des Gesetzes während der bevorstehenden Wahlen zu erinnern. Wenige Stunden vor der Wahl in Äthiopien melden die Behörden in Afrikas zweitgrösstem Land Erfolge im Kampf gegen Rebellen der Oromo-Befreiungsarmee OLA. Foto: Ben Curtis/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Ben Curtis

Das Wichtigste in Kürze

  • In Afrika wurden dutzende OLA-Anhänger getötet.
  • Nach Angaben der Behörden soll sich darunter auch ein Anführer befunden haben.

Wenige Stunden vor der Wahl in Äthiopien melden die Behörden in Afrikas zweitgrösstem Land Erfolge im Kampf gegen Rebellen der Oromo-Befreiungsarmee OLA. Bei einer vor vier Tagen gestarteten Operation sei neben Dutzenden OLA-Anhängern auch einer der Anführer getötet worden, gab die Oromia-Polizeikommission bekannt.

Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Die OLA, die nach eigenen Angaben für die Rechte der Oromo-Volksgruppe kämpft, wird für tödliche Angriffe auf die Zentralregierung wie auch auf andere Volksgruppen verantwortlich gemacht.

Nächste Woche stehen Wahlen an

In der Region tritt die Regierungspartei von Ministerpräsident Abiy Ahmed bei der kommende Woche anstehenden Wahl in 60 Wahlkreisen unangefochten ohne Gegenkandidaten an. Der Urnengang wird überschattet vom Tigray-Konflikt, bei dem der Regierung in Addis Abeba immer wieder vorgeworfen wird, mit Gewalt und Vergewaltigungen gegen die Bevölkerung in Tigray vorzugehen. Abiy Ahmed hatte dort im November gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) eine Militäroffensive begonnen, die dort bis dahin an der Macht war.

Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die Kämpfe im Norden Äthiopiens führten bald in einen komplexen Konflikt, in den auch das Nachbarland Eritrea verwickelt ist. Hunderttausende Menschen wurden bereits in die Flucht getrieben. Nach Angaben der UN sollen Hunderttausende Menschen in Tigray vom Hungertod bedroht sein.

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