Bericht: Staatsakt für Japans ermordeten Ex-Premier Abe im September

    Keystone-SDA
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    Bolivien,

    Japans Ex-Premier Shinzo Abe wurde am 8. Juli auf offener Strasse erschossen. Am 27. September soll ihm zu Ehren ein Staatsakt abgehalten werden.

    Shinzo Abe
    Trauer um Ex-Regierungschef Shinzo Abe - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Staatsakt für Japans ermordeten Ex-Premier Shinzo Abe soll Ende September stattfinden.
    • Ein solcher Anlass für einen Ex-Premier ist in Japan äusserst selten.
    • Abe wurde vier Tage nach seiner Ermordung privat bestattet.

    Japan will den angekündigten Staatsakt für den ermordeten Ex-Regierungschef Shinzo Abe einem Medienbericht zufolge am 27. September abhalten. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch. Ein Staatsakt für einen Ex-Premier ist in Japan äusserst selten. Der Plan von Regierungschef Fumio Kishida ist im Volk auch umstritten. Abe wurde am 8. Juli während einer Wahlkampfrede in Nara auf offener Strasse erschossen.

    Vier Tage später fand eine private Bestattungszeremonie statt. Anschliessend fuhr eine Autokolonne mit dem Leichenwagen auf dem Weg zum Krematorium an wichtigen Stationen in Abes Karriere vorbei.

    Attentäter erschoss Abe aus Hass

    Der 41 Jahre alte Attentäter, ein Japaner, gab als Motiv Hass auf die umstrittene Vereinigungskirche des koreanischen Sektengründers San Myung Mun an, zu der Abe Verbindungen gehabt habe. Der rechtskonservative Ex-Premier trat wie auch der frühere US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr anlässlich einer Veranstaltung der Sekte, die sich seit 1996 «Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung» nennt, in einer Video-Grussbotschaft auf.

    abe
    Shinzo Abe zwei Tage vor dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung in Japan. - imago/AFLO

    Abe hatte in seiner rekordlangen Amtszeit Japans sicherheitspolitische Rolle an der Seite der USA international gestärkt, war innenpolitisch mit seiner nationalistischen Agenda allerdings auch höchst umstritten. Hinzu kamen Skandale um Vetternwirtschaft. Aus diesem Grund halte viele Japaner einen Staatsakt für Abe für unangemessen. Das letzte Mal, dass Japan ein Staatsbegräbnis für einen Regierungschef abhielt, war 1967 für Shigeru Yoshida.

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