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    BBC: E-Mail-Adressen von 250 afghanischen Übersetzern öffentlich

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Das britische Verteidigungsministerium brachte mit einem Datenleck das Leben von über 250 afghanischen Übersetzern in Gefahr. Dies berichtet die BBC.

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    Taliban-Kämpfer patrouillieren am 14. September in Kabul. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Datenpanne brachte das Leben von mehr als 250 afghanischen Übersetzern in Gefahr.
    • Bei einer Mail des britischen Verteidigungsministeriums waren die Mail-Adressen sichtbar.

    Nach dem überstürzten Abzug aus Afghanistan hat das britische Verteidigungsministerium einem BBC-Bericht zufolge mit einer Datenpanne das Leben von mehr als 250 afghanischen Übersetzern in Gefahr gebracht. Die elektronischen Adressen der Mitarbeiter seien in einer E-Mail der Behörde für alle Empfänger sichtbar gewesen, berichtete der Sender am Dienstag.

    In einigen Fällen sei die E-Mail-Adresse mit einem Foto verknüpft gewesen. Das Ministerium leitete eine Untersuchung ein und bot den Betroffenen Hilfe an, von denen sich noch viele in Afghanistan aufhalten und vor den militant-islamischen Taliban verstecken.

    Mail
    Mail - Keystone

    Der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Johnny Mercer kritisierte, die Regierung habe sich zu sehr für ihre Evakuierungsmission aus Kabul öffentlich gelobt. «Das Schulterklopfen über Operation Pitting verbirgt die kriminell fahrlässige Leistung des Verteidigungsministeriums und des Innenministeriums, unsere Pflicht gegenüber diesen Leuten zu erfüllen», twitterte der konservative Abgeordnete, der mehrfach in Afghanistan im Einsatz war. Die überwiegende Mehrheit der Helfer sei zurückgelassen worden.

    Nicht erster Datenskandal im Ministerium

    Mit der E-Mail wollte das Verteidigungsministerium der BBC zufolge sich über die Situation der Dolmetscher erkundigen und ihnen versichern, dass alles dafür getan werde, ihre Ausreise nach Grossbritannien voranzutreiben.

    Einige Übersetzer hätten dann versehentlich an alle mehr als 250 Adressen mit einer Schilderung ihrer eigenen Lage geantwortet, so die BBC unter Berufung auf Betroffene. Eine halbe Stunde später habe das Ministerium in einer neuen E-Mail die Adressaten über die Panne informiert.

    Es ist bereits der zweite massive Datenskandal im Verteidigungsministerium in diesem Jahr. Im Juni hatte ein Mitarbeiter sensible Unterlagen an einer Bushaltestelle vergessen.

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