Ausgewilderte Orang-Utans leben sich gut im Dschungel von Borneo ein

    Keystone-SDA
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    Indonesien,

    Zehn Orang-Utans wurden im Februar in den Dschungel von Borneo entlassen. Die Tiere stehen unter Beobachtung – und scheinen sich gut eingelebt zu haben.

    Orang-Utans Borneo
    Einer der freigelassenen Orang-Utans. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Treiben der in Borneo freigelassenen Orang-Utans wird von Teams überwacht.
    • Dem Männchen Freut und Juve sowie dem Weibchen Britney konnten sie auf den Fersen bleiben.
    • Und die erste Zwischenbilanz ist erfreulich: Den Tieren geht es offenbar gut.

    Gute Nachrichten aus dem Dschungel von Borneo: Zehn Orang-Utans geht es laut Beobachtern der BOS Foundation (Borneo Orangutan Survival) gut in ihrem neuen Zuhause. Die Tiere wurden vor knapp drei Wochen in zwei Schutzwäldern ausgewildert.

    Es war das erste Mal seit Beginn des Corona-Lockdowns, dass eine Gruppe der rotbraunen Menschenaffen in die Freiheit entlassen wurde. Die Aktion fand unter strengen Hygieneauflagen statt.

    Orang-Utans Borneo
    Die Tiere wurden unter Einhaltung strenger Schutzmassnahmen freigelassen. - keystone

    Nun werden die Spuren der Orang-Utans von Post-Release-Monitoring (PRM)-Teams überwacht, um sicherzustellen, dass es allen Tieren gut geht.

    Haben sich «vorbildlich» eingelebt

    Das ist oft nicht einfach, weil die Primaten sich meist in den Baumkronen fortbewegen. Und auch in luftiger Höhe ihre Schlafnester bauen. Dennoch gelang es einem Team, den beiden Männchen Freet und Juve sowie dem Weibchen Britney auf den Fersen zu bleiben.

    «Freet, Juve und Britney scheinen sich vorbildlich in ihrem neuen Zuhause im Kehje Sewen Wald einzuleben.» Dies teilte BOS am Montag mit. Sie seien bestens gewappnet für all die Abenteuer, die sie nun erwarteten.

    Auch von den anderen Orang-Utans, die im Bukit-Batikap-Schutzwald in Zentral-Kalimantan freigelassen wurden, gibt es gute Neuigkeiten: «Nenuah, Noel, Hugus und Bali wurden bereits mehrfach gesichtet, und die Freiheit scheint ihnen gut zu bekommen», hiess es.

    Teams stehen mehrere Monate bereit

    «Nach einer Auswilderung beginnt die eigentliche Arbeit. Denn Freiheit bedeutet im Regenwald immer auch Überleben ohne menschliche Hilfe.» Das sagte Daniel Merdes, Geschäftsführer von BOS Deutschland.

    Orang-Utan Borneo
    22.02.2021: Orang-Utan-Männchen Bali, 18 Jahre alt, wartet in der Rettungsstation Nyaru Menteng darauf, mit weiteren neun Orang-Utans zur Auswilderung vorbereitet zu werden. - dpa

    Die Teams sollen mehrere Monate bereitstehen. Aber nur selten müsse ein Orang-Utan wieder zurück in die Rettungsstation gebracht und «nachgeschult» werden, so Merdes.

    Ansteckungsrisiko vermieden

    Das Abenteuer Freiheit begann für die sieben Männchen und drei Weibchen, darunter ein Mutter-Kind-Paar, am 16. Februar. Mit an langen Leinen befestigten Boxen waren die neuen «Wilden» per Helikopter in die entlegenen Auswilderungswälder transportiert worden.

    So wurde vermieden, Dörfer und Siedlungen zu durchqueren. Um das Risiko für Ansteckungen inmitten der Virus-Krise so gering wie möglich zu halten. Denn es ist noch immer nicht klar, ob sich Orang-Utans mit Sars-CoV-2 infizieren können.

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