Australien sagt Social-Media-Algorithmen den Kampf an

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Australien will seine Regulierung sozialer Medien weiter verschärfen. Nutzer sollen nun mehr Einfluss darüber erhalten, welche Inhalte ihnen angezeigt werden.

Social Media
In Australien sollen Nutzer in Zukunft bestimmen können, was ihnen auf Social Media angezeigt wird. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Regulierung von Social Media in Australien ist im vollen Gange.
  • Nutzer sollen künftig selbst bestimmen können, welche Inhalte in ihrem Feed erscheinen.
  • Australien will auch KI-Chatbots, Spiele und Apps stärker in die Pflicht nehmen.

Nachdem Australien Ende vergangenen Jahres als erstes Land weltweit Social-Media-Konten für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verboten hatte, sollen nun auch ältere Nutzer mehr Kontrolle darüber bekommen, welche Inhalte ihnen die Plattformen anzeigen.

Nutzer ab 16 Jahren sollen künftig wählen können, ob sie einen von Algorithmen zusammengestellten Feed in ihren sozialen Netzwerken sehen wollen oder lediglich Beiträge von Freunden und Content Creators, denen sie selbst folgen.

Die Regierung stellte jetzt einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor, der Plattformen verpflichten soll, ihren Usern diese Wahlmöglichkeit anzubieten. «Es geht nicht darum, der Regierung Kontrolle zu geben, sondern den Menschen», sagte Premierminister Anthony Albanese.

Verändern statt verändern lassen

«Wir haben die Chance, die Technologie zum Guten zu verändern, statt uns von ihr verändern zu lassen.» Das Motto laute dementsprechend: «My feed, my way» (mein Feed, meine Wahl).

Das Vorhaben ist Teil eines neuen Gesetzes zur digitalen Sorgfaltspflicht («Digital Duty of Care»). Gemeint ist damit eine gesetzliche Verpflichtung für Anbieter digitaler Dienste, ihre Angebote so zu gestalten, dass insbesondere junge Nutzer besser vor schädlichen Inhalten und Funktionen geschützt werden.

Neue Regeln auch für Spiele, Apps und KI-Chatbots

Neue Regeln sind deshalb nicht nur für soziale Netzwerke geplant, sondern auch für Online-Spiele, Apps und KI-Chatbots. Für unter 18-Jährige sollen Plattformen unter anderem gegen Inhalte vorgehen müssen, die Essstörungen fördern, frauenfeindliche Einstellungen verbreiten oder Pornografie, Verbrechen und lebensgefährliche Mutproben verherrlichen.

Auch Funktionen, die süchtig machen oder das Selbstwertgefühl junger Menschen beeinträchtigen können, sollen stärker reguliert werden.

Bist du auch dafür, dass Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre Social Media verboten bekommen sollten?

Bei Verstössen gegen die neue Sorgfaltspflicht sollen hohe Geldstrafen möglich sein. Die Regierung hat den Gesetzentwurf zunächst zur Beratung mit Plattformbetreibern, Branchenverbänden und Organisationen vorgelegt. Noch in diesem Jahr soll er ins Parlament eingebracht werden.

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Kommentare

User #1690 (nicht angemeldet)

Geht der Regierung nur ums rumschnüffeln sonst nichts Leute sind denen egal

User #2195 (nicht angemeldet)

Das wird Menschen noch Aggressiver und Entmenschlichter machen wie eh schon !

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