Nach der Bundeswehr und anderen westlichen Verbündeten hat auch Grossbritannien seine letzten Streitkräfte aus Afghanistan abgezogen. Das britische Verteidigungsministerium teilte am späten Samstagabend über Twitter mit, der letzte Flug mit Soldaten habe Kabul verlassen. Dank gelte all denen, die unter enormem Druck und schrecklichen Bedingungen so tapfer gedient hätten, um die am stärksten gefährdeten Zivilisten sicher zu evakuieren.
Afghanen steigen in ein US-Transportflugzeug in Kabul
Afghanen steigen in ein US-Transportflugzeug in Kabul - US AIR FORCE/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der britische Premier Boris Johnson hatte am Freitag den Zeitpunkt des Abzugs westlicher Truppen aus Afghanistan öffentlich bedauert.

«Das Timing ist definitiv nicht das, was sich dieses Land ausgesucht hätte.» Johnson hatte sich vor dem G7-Sondergipfel in dieser Woche bei US-Präsident Joe Biden für eine Verlängerung der westlichen Evakuierungsmission eingesetzt - was dieser jedoch ablehnte.

Bereits am Donnerstag war der Evakuierungseinsatz der Bundeswehr am Flughafen von Kabul nach elf Tagen zu Ende gegangen. Am Freitag beendeten dann auch Frankreich und Spanien ihre Evakuierungseinsätze. Die USA - vom Truppenkontingent her mit Abstand am stärksten vertreten - wollen ihre Soldaten bis Dienstag aus Afghanistan abziehen und damit ihren vor 20 Jahren begonnen Militäreinsatz am Hindukusch beenden.

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