Nach dem Beginn einer neuen Offensive der Aufständischen in der Krisenregion Tigray hat Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed trotz der von ihm ausgerufenen einseitigen Waffenruhe Gegenwehr angekündigt.
Verlassener Panzer in Tigray
Verlassener Panzer in Tigray - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Abyi will Angriffe trotz einseitig ausgerufener Waffenruhe nicht hinnehmen.

«Wir werden uns verteidigen und diese Angriffe durch unsere Feinde aus dem In- und Ausland abwehren», erklärte Abiy am Mittwoch im Onlinedienst Twitter. Zugleich bemühe sich seine Regierung darum, «die humanitären Bemühungen zu beschleunigen».

Die Rebellen in Tigray hatten am Montag eine neue Offensive gestartet und nach eigenen Angaben eine Reihe von Gebietsgewinnen errungen. In der Region herrscht eine schwere humaniäre Krise, nach UN-Angaben leiden hunderttausende Menschen Hunger.

Vor zwei Wochen hatte die äthiopische Regierung eine einseitige Waffenruhe im Tigray-Konflikt ausgerufen, nachdem die Rebellen in die Regionalhauptstadt Mekele einmarschiert waren. Der Süden und Westen der Region wurde bislang von den Streitkräften der benachbarten äthiopischen Region Amhara kontrolliert, welche die Regierung im Konflikt mit den Aufständischen unterstützen. Sie werden für Gewaltexzesse in Tigray und zahlreiche zivile Opfer verantwortlich gemacht.

Der UN-Menschenrechtsrat hatte am Dienstag einen sofortigen Ende aller Menschenrechtsverletzungen in Tigray gefordert. Ausserdem müssten alle eritreischen Soldaten schnell und nachprüfbar aus der Konfliktregion abgezogen werden.

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