Armenien und Aserbaidschan verklagen sich gegenseitig vor dem Internationalen Gerichtshof im Zusammenhang mit dem Krieg um die Südkaukasus-Region Berg-Karabach.
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Explosion in Stepanakert während dem Konflikt zwischen Armenien und Asarbaidschan. - AFP

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  • Es seien ernsthafte Schritte eingeleitet worden, um Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen, sagte der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev in einem am Freitag veröffentlichten Interview der russischen Zeitschrift «Nationale Verteidigung».

Der Gerichtshof bestätigte den Eingang der Klage Aserbaidschans, das dem Nachbarland «ethnische Säuberungen» vorwerfe. Wenige Tage zuvor hatte sich die Ex-Sowjetrepublik Armenien ebenfalls an den Gerichtshof gewandt und in einer Klage der aserbaidschanischen Führung unter anderem Mord und Folterung von Kriegsgefangenen vorgeworfen.

Armenien und Aserbaidschan hatten vom 27. September bis zum 9. November vergangenen Jahres einen neuen Krieg in der seit langem umkämpften Region Berg-Karabach geführt. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Mehr als 6500 Menschen starben bei den Kämpfen.

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